„Zehn Mann einsatzbereit“

Osterburger Feuerwehr rüstet sich für den Silvesterabend

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Dachstuhlbrände sind laut Osterburgs Stadtwehrleiter Sven Engel besonders zu Silvester durch die Gefahr beim Abfeuern von Raketen immer wieder ein großes Thema. Die Flugbahn der Raketen sei oft völlig unberechenbar.

Osterburg. Nicht in jedem Jahr muss die Feuerwehr zum Jahreswechsel in Osterburg und Umgebung ausrücken. So habe es beispielsweise im vergangenen Jahr im Osterburger Raum keinen einzigen Einsatz gegeben, sagt Stadtwehrleiter Sven Engel. Aber das könne man nicht voraussagen.

Stadtwehrleiter Sven Engel

So seien es beim Jahreswechsel von 2013 zu 2014 zwei oder drei Einsätze gewesen. „Das ist sehr vom Zufall abhängig“, so Engel weiter, denn nicht jeder Brand gehe auf unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern oder durch unbeaufsichtigte Kerzen zurück. Vor allem an Silvester könnten Raketen, die sich in Dachkonstruktionen oder Balkonen verfangen, regelrechte Großbrände auslösen. Engel spricht in diesem Zusammenhang und der Besonderheit durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern von einer „brisanten Nacht“, in der das Gefahrenpotenzial besonders hoch sei.

„Darauf ist die Osterburger Feuerwehr auf alle Fälle vorbereitet. Zehn Mann sind einsatzbereit. Sie bilden die diensthabende Gruppe“, informiert Engel. Damit jeder einmal an den Feiertagen im Jahr dran komme, gebe es eine Rotation. Doch auch alle anderen Brandschützer seien angehalten, verhalten zu feiern. „Gesellschaftliche Hilfsorganisationen wie die Feuerwehr müssen auch zu Silvester und anderen Feiertagen funktionieren“, lobt Engel das Engagement seiner Truppe.

Wie dringend nötig eine gute Organisation ist, zeigte sich schon an Heilig Abend, als die Feuerwehr an die Seehäuser Straße gerufen wurde. Neben den zehn eingeteilten Brandschützern kamen nach dem Alarm zehn weitere und konnten den betrunkenen Bewohner, der sein Essen anbrennen ließ, aus den verqualmten Räumen retten.

Auch auf den Dörfern ist die Bereitschaft, soweit das möglich ist, hergestellt. Silvester sei da nichts Besonderes, erklärt der Stadtwehrleiter. Jedoch ergebe sich dort wie auch tagsüber unter der Woche, dass nicht alle Funktionen der Feuerwehr ausgefüllt werden können. Doch nicht nur zu Bränden werden die Blauröcke gerufen. Sollte es nötig sein, entscheidet die Leitzentrale, in der in Stendal die Notrufe eingehen, ob bei Verkehrsunfällen oder anderen Notlagen die Feuerwehr zur Hilfe gerufen wird. Auch die Koordination bei größeren Einsätzen im Kreisgebiet obliegt der Leitzentrale. Engel hofft jedoch auf ein ruhiges Silvester und neues Jahr, denn 2015 seien es überdurchschnittlich viele Einsätze für die Truppe gewesen.

Von Ronny Kauerhof

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