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Osterburger Abfall neben der Tonne bleibt liegen

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Von: Marco Hertzfeld

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Eine Abfalltonne auf einem Rastplatz zwischen Osterburg und Seehausen ist übervoll.
Zwischen Osterburg und Seehausen gibt es mehrere Rastplätze. Vor allem Berufskraftfahrer, Pendler und Touristen nutzen sie. Nicht immer landet der Müll in einer Tonne. Das beschäftigt auch Politik und Verwaltung. © Marco Hertzfeld

Müll auf einem Rastplatz an der B 189 führten in Osterburg zu einer Diskussion über die Aufgaben der Stadtwerke.

Osterburg – „Wir können nicht alle Schandflecke in der Einheitsgemeinde Osterburg beseitigen“, brachte es Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) für sich auf den Punkt. Und ja, die Stadtwerke lägen richtig mit der Aussage, allein die Papierkörbe auf diesem Ratsplatz an der Bundesstraße 189 zwischen Osterburg und Seehausen säubern zu sollen und nicht noch allen Müll drumherum aufzulesen. Und selbst damit beweise die Stadt schon guten Willen. Schließlich falle der straßenbegleitende Radweg in die Zuständigkeit des Landes. „Wo soll das enden, wollen wir mit den Stadtwerken irgendwann den gesamten Radweg fegen und säubern?“, fragte der Rathauschef kürzlich im Hauptausschuss des Stadtrates irgendwann spitz.

Schulz: Kommune zeigt guten Willen

Thorsten Schulz (WG Land) hatte das Thema neu befeuert, die Diskussion über den Zustand auf dem Rastplatz in Höhe Polkern kommt immer wieder einmal auf. Es sind auch Autofahrer, die das Areal gern nutzen, und nicht allein Radler. Mitunter quillen Behälter über und das Areal macht auch so einen unaufgeräumten Eindruck. „Wir können uns nur um die Sachen kümmern, für die wir als öffentliche Hand zuständig sind“, betonte Schulz. Dafür verwende die Kommune auch Steuergeld, das sie über das Land erhalte. Vizebürgermeister Detlef Kränzel, für Ordnung und Sicherheit zuständig, verwies auf die Verträge mit den Stadtwerken. Natürlich könnte es auch zusätzliche Aufträge geben.

Ratsmann spricht das Ärgernis an

Berichtet hatte Fraktionsvorsitzender Schulz auch von einem Einkaufswagen, der, aus welchem Grund auch immer, nahe der Schwiegermutterbrücke stehe, und das bereits seit zwei Wochen. Bürger hätten Angst, dass der Wagen in der Biese lande. Ein Stadtwerkemitarbeiter soll nur gemeint haben, dass das Wegräumen eines Einkaufswagens nicht zu den Aufgaben zähle. Er frage sich, warum es nicht längst eine Meldung an die Verwaltung gegeben habe, reagierte der Bürgermeister. Wobei hier wohl eh der Landkreis verantwortlich wäre. Dass der Landkreis außerhalb geschlossener Ortschaften für wild entsorgten Abfall und Ähnliches zuständig sei, ergänzte Kränzel in der Sitzung. Und: „Wir kümmern uns.“

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