Neues Jahr begrüßt: Bevölkerungskurve für Einheitsgemeinde nicht so abgründig wie befürchtet

Osterburg zählt auf 10 106 Bürger

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Bürgermeister Nico Schulz (r.) und Schornsteinfeger Christian Dähre, der Glücksbringer, stoßen auf das neue Jahr an. 

Osterburg. Die Einheitsgemeinde verliert weiter an Einwohner, aber längst nicht so dramatisch wie noch vor Jahren prognostiziert und befürchtet. 10 106 Menschen leben in den elf Ortschaften, 131 weniger als im Jahr zuvor.

Bürgermeister Nico Schulz (CDU) kann mit Blick auf die Zahlen für den Dezember 2017 aufatmen und hat beim gestrigen Neujahrsempfang in der Kernstadt gesagt: „Wer ein bisschen über den Tellerrand schauen kann, weiß, dass vergleichbare Orte in Deutschland froh sind, wenn sie mehr als einen Allgemeinmediziner, einen Bäcker oder eine Grundschule haben. “ Die Einheitsgemeinde Osterburg habe all dies und mehr.

Die Biesestadt allein genommen verliert 74 Einwohner und kommt noch auf 5826. Zum Vergleich: Osterburg zählte mit Krumke und Zedau, in den 1970er-Jahren eingemeindet, Ende 1990 noch 9164 Einwohner. In Dobbrun, noch eigenständig, lebten 189 Menschen. Zurück in die Gegenwart: Düsedau, Krumke Polkern, Wasmerslage und Wolterslage legen zu, wenn auch nur gering (siehe Infokasten). Meseberg kann immerhin ein Plus von acht Einwohnern verbuchen, Krevese sogar von zwölf. Walsleben schrumpft um 31 Köpfe, bleibt aber nach Osterburg und Flessau drittstärkster Ort, alles natürlich statistisch gesehen. 4280 Menschen leben in Dörfern, der Rest in der Kernstadt, darunter insgesamt 133 Ausländer. Das bedeutet auch: Dörfliches und städtisches Leben sind von den Zahlen her gar nicht so weit voneinander entfernt.

Das Einwohnermeldeamt registrierte für 2017 zudem: 384 Zuzüge, 396 Wegzüge, 72 Geburten und 151 Sterbefälle.

Von Marco Hertzfeld

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