Wirtschaftsförderung bleibt weiterhin auf mehrere Schultern verteilt

Keine neue Stelle geplant

Erster Spatenstich für Lindenparkplatz im Mai. Er kostet über eine Million
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Laut Nico Schulz (Zweiter von links, hier beim ersten Spatenstich für den Lindenparkplatz) ist derzeit keine hauptamtliche Wirtschaftsförderung geplant.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Zum 1. August sucht Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (FW) Verstärkung in seinem unmittelbaren Arbeitsumfeld. Die Stelle wird aufgrund eines Personalwechsels ausgeschrieben. Grund genug für die AZ nachzufragen, wie es in der Verwaltung derzeit um das Thema Wirtschaftsförderung bestellt ist. In der Vergangenheit war im Stadtrat und in den Ausschüssen darüber diskutiert worden, ob man nicht ähnlich wie die Verbandsgemeinde Seehausen, eine hauptamtliche Stelle für den Bereich Wirtschaftsförderung ausschreibt. Wie aus dem Rathaus zu vernehmen ist, ist dies derzeit nicht geplant.

„Das Thema Wirtschaftsförderung, wozu auch die Beantragung von Förderanträgen zählt, liegt zurzeit bei den Amtsleitern und ihren Mitarbeitern“, so Schulz gegenüber der AZ. Dies solle auch in Zukunft so bleiben. Derzeit ist Doreen Weingart als Assistentin des Bürgermeisters unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit und auch für Förderanträge zuständig. Sie war allerdings ohnehin nur als kurzzeitige Vertretung eingestellt worden. Laut Schulz ist die Stelle ab August vakant. „Eine hauptamtliche Stelle für Wirtschaftsförderung auszuschreiben, planen wir zurzeit nicht.

Michael Handtke (FW), Vorsitzender des Finanzausschusses und Befürworter der Ausschreibung einer hauptamtlichen Stelle, vertritt nach wie vor diesen Standpunkt. „Ich halte das immer noch für eine gute Idee.“ Er glaubt, dass die Diskussion hierüber auch wegen der Pandemie zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten ist. „Und ich bin ja nicht der Einzige, der dafür ist“. Handtke will in dieser Frage weiterhin den Dialog mit der Verwaltung suchen.

Bereits mehrfach war in mehreren Ausschüssen über die Tatsache diskutiert worden, dass Anträge für Fördermittel der öffentlichen Hand immer umfangreicher werden, insbesondere wenn es um EU-Mittel geht. Aus diesem Grund wurde mehrfach die Frage erörtert, ob es nicht sinnvoll wäre, jemanden zu beschäftigen, der sich nur mit diesem Thema beschäftigt. Zumindest in näherer Zukunft wird dies jedoch kein Thema und die Verwaltung hält an ihren bisherigen Strukturen fest.

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