Stadt kann Ausgaben für Straßenbeleuchtung deutlich reduzieren

Umrüstung auf LED zeigt Wirkung

Die Straßenbeleuchtung in der Einheitsgemeinde wurde inzwischen auf LED umgestellt
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Im gesamten Stadtgebiet, wie auch hier an der Breiten Straße in Osterburg, sind die LED-Leuchten inzwischen nicht zu übersehen. Die Energieersparnis schlägt sich für die Stadt in deutlich geringeren Kosten nieder.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Im vergangenen Jahr hat die Stadt Osterburg die Umstellung der Straßenlaternen auf energiesparende LED-Leuchten weitgehend abgeschlossen. Der Erfolg der Maßnahme lässt sich bereits jetzt in finanzieller Hinsicht messen. In einer Erhebung, die in fünf Gemeinden in der Altmark vorgenommen wurde, Schnitt die Hansestadt Osterburg am besten ab. Die Namen der Gemeinden möchte der Landesrechnungshof jedoch nicht nennen. Dort wurde die entsprechende Erhebung vorgenommen.

„Hatte Osterburg 2016 noch rund 118 500 Euro für die Straßenbeleuchtung aufzuwenden, waren es 2020 nur noch rund 78 500 Euro. Die Kosten je Lampe reduzierten sich durch die Umstellung somit von jährlich 52,18 Euro pro Lampe in 2016 auf 34,59 Euro je Lampe in 2020“, informiert der stellvertretende Bürgermeister der Einheitsgemeinde, Detlef Kränzel, auf Anfrage. Insgesamt ergibt sich damit eine spürbare Entlastung für die Finanzen der Stadt, wenn auch nicht in dem Umfang, wie es zunächst hieß. So wurde die mögliche Ersparnis im Jahr 2019 noch auf 70 Prozent taxiert. Insgesamt gibt es in der Einheitsgemeinde rund 2500 Leuchtpunkte. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Umstellung bereits erfolgt. 2018 hat der Stadtrat ein energiepolitisches Konzept verabschiedet. „Das ist die Grundlage der Verwaltung für Maßnahmen in diesem Bereich“, sagt Bauamtsleiter Matthias Köberle gegenüber der AZ. „2019 haben wir beispielsweise ein Hybrid-Fahrzeug angeschafft, das für Dienstfahrten genutzt wird.“

Die LED-Umrüstung erfolgte mit Mitteln aus dem Förderprogramm Stark V. Eigenmittel musste die Hansestadt Osterburg keine aufwenden. Eine für jeden Bürger spürbare Folge nach der Umrüstung war unter anderem die, dass die Lampen die ganze Nacht brennen und nicht wie zuvor, auch zur Kostenminimierung, zwischenzeitlich abgeschaltet wurden. In voller Leuchtkraft brennen die Lampen allerdings nicht. In der Zeit zwischen 22 und 5 Uhr sind sie um 50 Prozent gedimmt. Aufgrund der Vielzahl der zu ersetzenden Leuchten hatten die Arbeiten zur Umstellung auf LED mehrere Jahre in Anspruch genommen. Ende 2018 etwa war etwas mehr als die Hälfte der Lampen umgerüstet. Die Stadt hatte mit dem Vorhaben bewusst in den Dörfern mit der Umstellung begonnen und danach erst in der Kernstadt nachgelegt.

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