Beauftragte soll sich um die Belange Älterer kümmern /Stelle ausgeschrieben

Osterburg hat Senioren im Blick

Im vergangenen Jahr fand in mehreren Osterburger Ortschaften eine Sozialraumanalyse statt, wie hier in Erxleben. Eines der Resultate war die Schaffung der Stelle einer Quartiersmanagerin.
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Im vergangenen Jahr fand in mehreren Osterburger Ortschaften eine Sozialraumanalyse statt, wie hier in Erxleben. Eines der Resultate war die Schaffung der Stelle einer Quartiersmanagerin.

Osterburg – Die Biesestadt verstärkt ihre Anstrengungen, um die Belange älterer Mitbürger stärker zu berücksichtigen. Anfang Januar wird eine hauptamtliche Quartiersmanagerin ihre Arbeit aufnehmen. Zusätzlich wurde die Stelle einer Seniorenbeauftragten ausgeschrieben.

Die Stadt erhofft sich davon einen besseren Dialog mit älteren Mitbürgern.

„Bis vor einem Jahr hatten wir bereits eine Seniorenbeauftragte. Das war Frau Schiddel. Sie musste damals aber aus persönlichen Gründen diese Funktion aufgeben. Nun suchen wir wieder jemand Neues hierfür. Aufgabe der Seniorenbeauftragten beziehungsweise des SB ist es, eine Schnittstelle zwischen den Senioren der Stadt auf der einen Seite und der Verwaltung sowie Kommunalpolitik auf der anderen Seite zu sein. Durch Teilnahme an Gesprächsrunden aber auch in Einzelgesprächen, soll die SB hören, wo ihnen der Schuh drückt und dem Bürgermeister bzw. Stadtrat dies berichten“, äußert sich Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz gegenüber der AZ. Er weiß aus Erfahrung, dass Senioren von sich aus eher selten den Kontakt zu den Verantwortlichen suchen. „Da viele Ältere nicht so gerne zum Stadtrat oder ins Amt gehen, gehen ansonsten viele Anliegen unserer älteren Mitbewohner unter. Deshalb ist es wichtig, dass sich jemand findet, der dieses Ehrenamt fortsetzen möchte“.

Die Besetzung der Stelle einer Quartiersmanagerin ist das Ergebnis einer Sozialraumanalyse, die Schulz bei den Pfeifferschen Stiftungen in Auftrag gegeben hat. Sie ist ab Januar immer dienstags zwischen 9 und 12 Uhr im Sportlerheim in Flessau erreichbar.

„Vom Quartiersmanagement erhoffe ich mir, dass die Beratungs- und Veranstaltungsangebote zu einer Bereicherung des Lebensgefühls der älteren Menschen führt und sie nicht vereinsamen lässt. Das ist für viele Seniorinnen und Senioren ein großes Problem. Dabei möchte die Stadt ihnen helfen. Ich erhoffe mir auch eine Nachhaltigkeit des Projektes. Ziel ist es auch, aus dem Kreis der Senioren selbst einen Helferkreis zu entwickeln, sodass zukünftig unsere älteren Mitbewohner sich untereinander mehr helfen können“, formuliert Schulz seine Hoffnungen und Erwartungen bezüglich der Quartiersmanagerin.

Ein weiteres Projekt, mit dem die Lebensqualität von Senioren verbessert werden soll, ist die Schaffung eines Raumes für Begegnung von Senioren und Kindern im Rahmen des Neubaus der Kita Lindenpark. Träger ist die Borghardtstiftung in Stendal. Von ihr ging auch die Initiative für die Schaffung des Raumes aus.

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