Kaum einen Schritt weiter

Osterburg: Notwendige Umbenennung von Straßennamen kommt nicht voran

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In Walsleben – hier ein Bild vom Altmärkischen Heimatfest – sollen wie in mehreren anderen Ortschaften Straßen umbenannt werden, weil es sie in der Einheitsgemeinde Osterburg mehrfach gibt.

Osterburg – Die notwendigen Straßenumbenennungen in einigen Ortschaften stoßen weiterhin auf wenig Gegenliebe. Mehrere Ortschaftsräte haben sich bisher wenig bis gar nicht um die Thematik gekümmert.

Eigentlich hätten die mehrfachen Straßennamen bereits mit Gründung der Einheitsgemeinde Osterburg abgeschafft werden müssen, doch das ist bislang nicht geschehen. Die Stadtverwaltung ist jedoch dazu verpflichtet, die Namen zu ändern. Eine Ortschaft, die besonders stark betroffen ist, ist Düsedau. „Bei uns sind es sechs von acht Straßen, die umbenannt werden müssen, so Ortsbürgermeister Oliver Rüdrich gegenüber der AZ. Dennoch habe man sich bisher nicht mit möglichen Alternativen für die Namen beschäftigt. „Wir würden das gerne so lange wie möglich hinauszögern. “ Betroffen sind in Düsedau selbst die Hauptstraße, die Dorfstraße, der Schwarze Weg und die Straße Am Bahnhof, in Calberwisch müssen die Dorfstraße und die Schlossstraße umbenannt werden.

Weiter ist man schon in der weniger betroffenen Ortschaft Krevese. Dort geht es nur um die Dorfstraße im Ortsteil Polkern. „Favorit für eine Umbernennung ist derzeit die Variante, dass die Straße den Namen der Ortschaft trägt“, ist von Ortsbürgermeister Björn Bach zu erfahren. Noch nicht so weit ist man in Walsleben. Dort sind auch mehrere Straßen betroffen, darunter die Hauptstraße, die Dorfstraße, die Garten- und die Feldstraße. Konkrete Vorschläge für die Umbenennung gibt es bisher nicht. „Wir werden uns in unserer nächsten Ortschaftsratssitzung am Montag mit dem Thema beschäftigen“, so Ortsbürgermeisterin Christine Klooß gegenüber der AZ.

Einige Ortschaften sind aus dem Grund deutlich stärker betroffen als andere, da die Stadt möchte, dass es möglichst wenig betroffene Bürger gibt. Es ist daher vorgesehen, dass immer dort der Straßenname bestehen bleibt, wo die meisten Einwohner leben. Beschließen muss die möglichen Änderungen der Namen in jedem Fall der Stadtrat.

VON TOBIAS HENKE

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