Kalkulation der Kämmerei geht auf / 300 000 Euro Hilfe durch das Land

Osterburg kommt gut durch Corona-Krise

Nach dem Aufkommen des Coronavirus korrigierte die Stadtverwaltung die Schätzung für die Gewerbesteuereinnahmen nach unten. Die im Frühjahr aufgestellte Prognose hat sich nun bestätigt.
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Nach dem Aufkommen des Coronavirus korrigierte die Stadtverwaltung die Schätzung für die Gewerbesteuereinnahmen nach unten. Die im Frühjahr aufgestellte Prognose hat sich nun bestätigt.

Osterburg – Genau beziffern kann Stadtkämmerer Detlef Kränzel den Verlust an Gewerbesteuern nicht, den die Kommuner durch die Corona-Pandemie erlitten hat. Es lässt sich jedoch festhalten, dass die Kalkulation der Kämmerei aus dem Frühjahr aufgegangen ist.

„Wir hatten zunächst mit etwa vier Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen kalkuliert. Dann kam Corona und wir haben deshalb statt mit vier Millionen mit 3,5 Millionen an Einnahmen kalkuliert. Die sind es am Ende dann auch geworden“, so Kränzel gegenüber der AZ.

Stadtkämmerer Detlev Kränzel (hier neben Christine Klooß) ist verantwortlich für die Finanzen der Biesestadt.

An Corona-Hilfen durch das Land Sachsen-Anhalt kommen 300 000 Euro hinzu. Diese wird pauschal berechnet. Tatsächliche Ausfälle spielen dabei keine Rolle. „Das Land hat sich angeguckt, wie hoch in den Kommunen in den vergangenen drei Jahren die durchschnittlichen Einnahmen waren und anhand dieses Wertes wird dann an jede Kommune eine Pauschale gezahlt. „Wie hoch die tatsächlichen Verluste sind, interessiert dabei nicht. Es gibt auch Kommunen, die haben in der Krise überhaupt keine Verluste bei den Gewerbesteuereinnahmen zu beklagen“, so der biesestädtische Kämmerer gegenüber der AZ.

Im Frühjahr sah es zunächst so aus, als könnten der Stadt unter Umständen deutlich erheblichere Einbußen drohen.

Viele Unternehmen haben beim Aufkommen der Corona--Krise ihre Gewerbesteuer-Vorauszahlungen zunächst einmal auf Null gesetzt. Dabei entstand eine Differenz von über einer Million Euro zum Vorjahr. Doch schon damals hatte Stadtkämmerer Kränzel gegenüber der AZ erläutert, dass die fehlenden Vorauszahlungen nicht zwingend bedeuten werden, dass das Gewebesteueraufkommen am Jahresende auch tatsächlich in der damals im Raum stehenden Dimension einbrechen wird. Die nun bekannt gewordenen Zahlen geben Kränzel recht. Osterburg scheint in finanzieller Hinsicht gut durch die Krise zu kommen. Es bleibt abzuwarten, ob dies auch so bleibt, wenn die derzeit angespannte Lage weiter so bestehen bleibt. Osterburgs Wirtschaft scheint jedoch robust genug zu sein.

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