Kreisstraßenmeistereien bereiten sich auf den anstehenden Winter vor

Osterburg: Kein Job für Langschläfer

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Mitglieder des Kreisausschusses für Bau, Verkehr und digitale Infrastruktur haben sich die Technik der Kreisstraßenmeisterei Osterburg angeschaut.

Osterburg – Lange dauert es nicht mehr, bis die heiße Phase für den Winterdienst beginnt und wieder zahlreiche Straßen und Wege gestreut werden müssen.

Die beiden Straßenmeistereien im Landkreis, die sich in Osterburg und Tangermünde befinden, müssen dabei eine Gesamtlänge von 474 Kilometern an Kreisstraßen abdecken.

„Dafür stehen in Tangermünde sechs und in Osterburg fünf Fahrzeuge zur Verfügung“, erzählt Kreisstraßenmeister Carsten Köppe der AZ. Nachvollziehbar ist, dass nicht alle Straßen mit der gleichen Frequenz gestreut werden können. „Die viel befahrenen Straßen haben natürlich Priorität.“

Der erfahrene Straßenmeister rechnet damit, dass die heiße Phase für den Streudienst etwa Ende November beginnen könnte. Auch wenn es jetzt schon vereinzelt zu Frost käme, sei das für den Straßenverkehr in aller Regel noch keine Gefahr. „Die Straßen sind an der Oberfläche teilweise noch 15 Grad warm, da passiert natürlich nichts. Jeder der Fahrer ist für einen Streukreis zuständig, den er abfährt. „Wenn wir streuen, versuchen wir, zwischen drei und sechs Uhr fertig zu sein. Es sei denn, wir müssen Straßen von Schnee frei räumen, dann dauert es doppelt so lange“, führt er aus.

Ein Job für Langschläfer ist diese Tätigkeit daher auf keinen Fall. Wenn es nötig ist, müssen die Fahrer auf Abruf bereit sein, ihren Job zu erledigen. „Es wird täglich bis zwei Uhr geprüft, ob es irgendwo einen Bedarf für Streusalz gibt, wenn dieser feststeht, rücken die Fahrer aus.“ Diese wichtige Vorarbeit wird von sogenannten „Erkundern“ vorgenommen“, die zwischen Mitternacht und zwei Uhr unterwegs sind.

Köppe rät allen Autofahrern, auch auf gestreuten Straßen Vorsicht walten zu lassen. „Manche Leute denken, die Straße ist wieder frei, sobald das Salz aufgetragen wurde. Es braucht etwa 30 bis 45 Minuten bis die Straßen frei sind.“

Stellen, die besonders kritisch sind, sind laut Köppe solche, wo man von einer freien Fläche in ein Waldgebiet fahre. „Da kann es dann unter Umständen zu Überfrierungen kommen.“ Köppe und seine Mannschaft wird auch in diesem Jahr wieder dafür sorgen, dass die Straßen in der Ostaltmark möglichst frei von Schnee und Glätte sind, um die Sicherheit im Straßenverkehr auch bei widrigen Witterungsbedingungen für die hiesigen Autofahrer sicherzustellen.

VON TOBIAS HENKE

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