Weidmänner vermuten Jagdgegner hinter Attacken

Osterburg: Hochsitze durch Feuer zerstört

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Dieser Hochsitz irgendwo bei Osterburg hat gelitten. Am Boden liegen etliche abgerissene Teile.

Osterburg – Die Jäger im Norden des Landkreises sind sauer. Kurz vor Ostern seien in den Revierteilen Osterburg, Dobbrun und Polkern zahlreiche Hochsitze mutwillig beschädigt worden.

Peter Kunze, Sprecher der Jägerschaft Osterburg, berichtet der AZ von Brandsätzen, die gegen die Kanzeln eingesetzt worden sein müssen, und auch von bloßem Kaputthauen.

Feuer dürfte an dieser Stelle im Spiel gewesen sein. Der Blick in eine der beschädigten Kanzeln.

„Hat man ein Problem mit der Jagd, kann man sich auch anders mit der Problematik auseinandersetzen“, empört sich Kunze für die organisierten Weidleute und vermutet demnach Jagdgegner hinter den Taten. Ob Anzeige bei der Polizei erstattet wurde, wie viele Anschläge es insgesamt gegeben hat und wie hoch der finanzielle Schaden ausfällt, dazu gibt es bislang keine Angaben.

Eine Kanzel zu bauen, koste Zeit und Geld, auch der ideelle Wert spiele eine Rolle. „Wir Weidmänner benötigen diese Kanzeln, um auf dem Ansitz einen sichereren Schuss abzugeben, da nicht immer ein sicherer Kugelfang gewährleistet ist. Um vernünftig zu jagen, benötigt man dazu mehrere dieser Kanzeln, da die Reviere groß sind.“ Völlig fassungslos stünden Pächter und Eigenjagdbesitzer vor den zerstörten Kanzeln und versuchten nachzuvollziehen, was die Täter veranlasste, so etwas zu tun. „Leider findet man darauf keine Antwort“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Einfach so hinnehmen wollen die Jäger das Ganze nicht. Sie seien untereinander gut vernetzt. „Somit sind wir noch wachsamer, was in unseren Revieren für Leute unterwegs sind. Viele Menschen in unserer Region lieben die Natur und genießen es, durch den Wald und unsere Felder zu gehen.“ Kunze und Mitstreiter setzen darauf, dass vielleicht doch irgendjemand etwas beobachtet hat. Vorsitzender der Jägerschaft Osterburg ist Lars Falke.

VON MARCO HERTZFELD 

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