Initiatorin Anette Bütow: „Schütten den Tieren das Zuhause zu“

Osterburg: 15 Helfer beim Abfallsammeln engagiert

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Bei der Müllsammelaktion in Osterburg ist einiges zusammen gekommen: Jede Menge Glasflaschen, Kronkorken und Papier sammelten die 15 Helfer ein.

Osterburg – Das Fazit von Initiatorin Anette Bütow zur Müllsammelaktion in der Biesestadt fällt durchwachsen aus. „Fünfzehn Helfer haben dazu beigetragen, Osterburg ein bisschen mehr vom Müll zu befreien."

"Während wir schon einen gewissen ‘Grund’ in den Seggewiesenwall und seine Umgebung gebracht haben, gibt es in anderen Bereichen der Stadt noch viel zu tun. “.

Und diese Meinung scheinen auch die Helfer der Aktion zu teilen. So hat sich hinter den Gartenanlagen am Bültgraben eine wahre Abfallecke gebildet. Dort, wo man gern „im Grünen“ spazieren gehen möchte, türmen sich die Müllberge in Hecken und Büschen. „Was mich daran besonders traurig macht ist, dass wir den Vögeln und anderen Tieren, die dort leben, das ‘Zuhause’ zuschütten. Meine Hoffnung ist, dass wir noch mehr Menschen in Osterburg und Umgebung fürs Müllsammeln begeistern können und unsere Aktionen auf weitere Teile der Stadt ausdehnen können.“

Es kam einiges an Müll zusammen: An vielen Stellen fanden die Helfer Kronkorken, zerbrochene Glasflaschen und Papier vor.

Erstaunt über die schnelle Rückkehr des Unrats in der kleinen Stadt zeigte sich auch Familie Malinke. Sie sind regelmäßig an solchen Aktionen beteiligt. Sohn Jean-Pascal hatte schnell einen Eimer mit Glas und Kronkorken voll. „Man sollte doch die Natur sauber halten“, schüttelt er den Kopf ob der Ignoranz mancher Osterburger. Vor allem würden die zerbrochenen Glasflaschen eine Gefahr darstellen.

Die Scherben sind häufig auf dem Spielplatz und der Skateanlage nahe der Lindensporthalle zu finden. „Meine Tochter nimmt sogar einen Besen mit, wenn sie da Inliner fahren will“, sagte Stephanie Teichert. Die Stadt sagte ihr, dass die städtischen Kräfte bemüht seien, regelmäßig alles sauber zu machen. Die Verursacher scheinen schneller zu sein.

Doch seien nicht nur die Jugendlichen und Erwachsenen, die sich abends in der Stadt treffen, das Problem. „Die Kinder, die morgens zur Schule kommen, werfen die Verpackungen ihrer Brote und Süßigkeiten umher“, hat Teichert beobachtet. Und Margret Rieger, die vor allem an der Lindensporthalle am Aktionstag für Ordnung sorgte, ergänzt: „Die Vereine und Veranstalter sollte man in die Pflicht nehmen.“ Vor allem nach dem Karneval würde man viele Unrat in den Büschen finden.

VON ALEXANDER KLOS

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