Ortsrat fühlt sich bei Laubentsorgung durch die Verwaltung benachteiligt

Einheitliche Lösung gewünscht

In Flessau fand am Donnerstagabend die ortschaftsratssitzung statt.
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Dorit Schröder, Andrea Dupke-Botzelmann, Ortschef Stefan Brehmer sowie weitere Ortschaftsräte tagten am Donnerstagabend in der Gaststätte Bauermeister in Flessau.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Flessau - Vor gut einer Woche wurde im Bauausschuss bekannt gegeben, dass die Stadt Osterburg in der gesamten Einheitsgemeinde fünf Laubcontainer aufstellen möchte (die AZ berichtete). Die Maßnahmen ist in Zusammenhang mit der inzwischen kostenpflichtigen Biotonne zu sehen. Im Flessauer Ortschaftsrat, der in der Gaststätte Bauermeister tagte, regte sich am Donnerstagabend in dieser Hinsicht deutlicher Unmut.

„Entweder alle oder keiner“, formulierte es Horst Janas (Die Linke) äußerst plakativ, in dem er forderte, dass alle Ortschaften gleich behandelt werden müssten. „Das muss einheitlich geregelt werden.“ Die Verwaltung hatte die Pläne damit begründet, dass nur in Krevese, Dequede, Rossau und Dobbrun sowie auf dem Wertstoffhof der Stadtwerke Container aufgestellt werden, da in anderen Ortsteilen der Bedarf nicht so groß sei. Als Grund wurde genannt, dass in den anderen Ortsteilen nicht viele Bäume in städtischem Besitz auf öffentlichem Grund stehen.

„Solche Massen an Laub sind das ja nicht“, meinte Ortsrat Yves Sander mit Blick auf den überschaubaren Aufwand, den die Laubentsorgung in der Ortschaft bedeuten würde. Allerdings sei der Bedarf hinsichtlich einer zentralen Entsorgungsstelle durchaus vorhanden. „Wir müssen da was machen“, sagte hierzu Dorit Schröder, die als sachkundige Einwohnerin schon im Bauausschuss ihren Unmut geäußert hatte.

Ortsbürgermeister Stefan Brehmer verdeutlichte, dass es bei der Frage der Laubentsorgung für jeden einzelnen nicht zuletzt um einen Batzen Geld geht: „Ich meine Rechnung von diesem Jahr mal mit der aus dem vergangenen Jahr verglichen und muss etwa 70 Euro mehr zahlen“.

Die Mitglieder des Ortschaftsrates waren sich einig, dass sie die Pläne der Stadt nicht mittragen möchten und hier Verbesserungen nötig seien. Das Anliegen soll erneut in den Stadtrat hineingetragen werden. Aus dem Flessauer Ortsrat sind Ortschef Stefan Brehmer und Horst Janas Mitglied im Stadtrat.

Yves Sander plädierte für die Nutzung sogenannter Big Packs, wie sie auch in der Einheitsgemeinde Bismark benutzt würden. „Das geht in Osterburg nicht, weil den Stadtwerken hierfür die nötige Technik fehlt, um die Big Packs maschinell zu leeren“, so Brehmer. Außerdem war im Bauausschuss die Sorge geäußert worden, dass in dieser Art von Behältern regelmäßig Unrat illegal entsorgt werden könnte.

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