Neujahrsempfang der Stadt / Verdienste Jörg Hellmuths für Osterburg gewürdigt

Optimistischer Blick auf 2013

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Ein Prosit auf das neue Jahr: Bezirksschornsteinfegermeister Christian Dähre und Stadtoberhaupt Nico Schulz.

Osterburg. Die Praxisgebühr wurde gestrichen, Rundfunkgebühren werden pro Haushalt gezahlt und Unisex-Tarife haben im Versicherungswesen Einzug gehalten – das neue Jahr hat schon kurz nach Beginn viele Veränderungen gebracht. So auch in Osterburg.

Fanden die traditionellen Neujahrsempfänge in den vergangenen beiden Jahren einmal in der Grundschule und dann im Rathaus statt, so war am Montagabend der Saal des Verwaltungsgebäudes an der Thälmann-Straße Schauplatz des Stelldicheins.

Das Rathaus biete einfach nicht genügend Platz, sagte Bürgermeister Nico Schulz zum Auftakt der Veranstaltung. Das Stadtoberhaupt konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Saal begrüßen. Darunter, so Schulz weiter, seien alte bekannte Gesichter, aber auch neue. Zum Beispiel Seehausens neuen Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck. Mit seiner Wahl habe Seehausen auf einen Neuanfang gesetzt. Und da er, Nico Schulz, ebenfalls noch nicht so lange im Amt sei, wolle er die Wahl Recks auch als Neuanfang für die Beziehungen zwischen Osterburg und Seehausen nutzen. „Ich wäre dafür sogar bereit, die Geschichte mit den Bären-Stekern zu vergessen“, fügte Schulz augenzwinkernd hinzu.

Mit Blick auf das angebrochene Jahr 2013 machte der Bürgermeister deutlich, dass die Wirtschaft und deren Förderung einen erheblichen Stellenwert in seiner Arbeit einnehmen werde. Obgleich die Wirtschaftsförderung zu den schwersten Aufgabengebieten zähle, da die Rahmenbedingungen nicht viel Bewegungsfreiheit lassen würden. Dennoch blicke er optimistisch in die Zukunft. „Namhafte Wissenschaftler prognostizieren sogar einen neuen Wirtschaftsboom. Viele Firmen rechnen demnach mit guten Geschäften.“ Eine Entwicklung, von der auch Osterburg profitieren werde, vor allem in puncto Gewerbesteuer, die zu den wichtigsten Einnahmequellen der Städte und Gemeinden zähle.

Unterstützung der einheimischen Wirtschaft heißt für Nico Schulz auch, mit aller Konsequenz für die A 14 zu kämpfen. Dabei solle die Autobahn nicht nur an Osterburg vorbeiführen. „Ich will, dass sie uns ein weiteres volles Gewerbegebiet beschert.“ Die Stadt sei in der glücklichen Lage, eigene Flächen direkt an der Trasse zu besitzen. Diese einmalige Chance muss genutzt werden und dafür muss bereits jetzt mit den Planungen begonnen werden, obgleich die A 14 frühestens 2020 fertiggestellt wird. Bislang wurde es in Osterburg versäumt, einen Flächennutzungsplan dafür aufzustellen.

Nach den Grußworten zum neuen Jahr durch Bezirksschornsteinfegermeister Christian Dähre und Osterburgs katholischen Pfarrer Richard Perner stand noch die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt auf dem Programm des offiziellen Teils. In diesem Jahr war es Landrat Jörg Hellmuth, dem diese Ehre zuteil wurde. Hellmuth habe sich, so Nico Schulz, erst als Beigeordneter und dann ab 1998 als Landrat für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Schulen und Einrichtungen des Landkreises in Osterburg außerordentlich verdient gemacht.

Damit hat er einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass Osterburg seine zentrale Funktion im Norden des Landkreises bewahren konnte. „Bei vielen Projekten hat er eine helfende Hand im Spiel gehabt. So bei der Entscheidung und dem Bau der Landessportschule. Auch die Finanzierung des Schwimmbades wäre ohne Hilfe des Landkreises nicht zustande gekommen.“

Von Oliver Heymann

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