Henri Zimmermann leitet im Auslandseinsatz eine Feldküche für 250 Soldaten

Obermaat im Kosovo: „Heimweh schwingt mit“

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Henri Zimmermann sitzt auf gepackten Koffern. In den kommenden vier Monaten wird er im Kosovo ein Betreuungsheim für Soldaten leiten.

Osterburg. Für Henri Zimmermann ist eine ganz besondere Zeit angebrochen. Den gebürtigen Osterburger zieht es nämlich in den Kosovo.

Dort verrichtet der gelernte Koch und seit drei Jahren als Leiter einer taktischen Feldküche für circa 250 Personen zuständig einen Auslandseinsatz. Bis 2021 möchte er dem Land bei der Bundeswehr dienen, auch ein Studium absolvieren. Das Ziel: Berufssoldat werden.

Bei der kürzlichen Abschiedsfeier mit seinen Freunden – einer große Sause – paarte sich Freude mit Wehmut. Doch er sagt nicht zum ersten Mal Tschüß. Auf einer Fregatte bereiste der Biesestädter schon England und Norwegen für ein halbes Jahr als Smut an Bord. Nun ist der in Husum stationierte Obermaat für vier Monate im Kosovo. „Die humanitäre Völkerhilfe ist enorm wichtig. Ich möchte den Menschen helfen, denen es viel schlechter als uns geht“, begründet Zimmermann seine Entscheidung für den Dienst bei der Bundeswehr.

In dem südosteuropäischen Land wird er ein Betreuungsheim für Soldaten leiten. Zimmermann ist dann unter anderem für die Gebäudeinstandhaltung, die Warenbestellung, die Buchhaltung und auch das Personalmanagement verantwortlich. „Es wird eine interessante Herausforderung, aber auch eine harte Zeit. Besonders zu Weihnachten werde ich Freunde und Familie in der Ferne sehr vermissen“, wagt er einen Blick in die Zukunft und schultert symbolisch sein Gepäck.

Von Stephan Metzker

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