Ein neuer Zufluchtsort

Obdachlosenunterkunft in Osterburg soll in Betrieb genommen werden

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Das Gebäude, in dem künftig Wohungslose Unterschlupf finden sollen, diente früher bereits mehrere Jahre als Obdachlosenunterkunft.

Osterburg – Besonders in der kalten Jahreszeit stellt sich die Frage, wo sich Menschen ohne Obdach aufhalten können, um gegen die Minusgrade geschützt zu sein.

Auch wenn Obdachlosigkeit vor allem in Ballungsgebieten verstärkt auftritt, hat sich die Hansestadt Osterburg des Themas angenommen.

Nachdem es in den vergangenen Jahren zunächst eine ganze Zeit lang hakte und sogar der geplante Standort gewechselt werden musste, kommt nun Bewegung in die Sache.

„Wir arbeiten an einem Finanzierungsplan“, lässt Bauamtsleiter Matthias Köberle die AZ wissen. Erste Arbeiten an der Fassade des Gebäudes an der Ecke Gartenstraße / Werbener Straße, in dem die Obdachlosen untergebracht werden sollen, sind bereits abgeschlossen. So wurden das Dach neu gedeckt und die Fassade sowie die Fenster erneuert.

Kommunen sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine Notunterkunft für Wohnungslose vorzuhalten. Ursprünglich wollte die Stadt Osterburg diese mittels mehrerer Container im Gewerbegebiet schaffen.

Doch das Vorhaben scheiterte in letzter Sekunde und unverschuldet, als der Stadt hohe Brandschutzauflagen einen Strich durch die Rechnung machten, obwohl die Genehmigung für die Unterkunft bereits ohne die plötzlichen Auflagen erteilt wurde.

Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz bedauerte damals, dass die Stadt auf das Gebäude an der Gartenstraße ausweichen musste. Er hätte dort lieber eine Einrichtung für Senioren oder Kranke untergebracht. Das Gebäude diente bereits einmal für mehrere Jahre als Obdachlosenunterkunft, doch musste es teilsaniert werden, damit die Nutzung in Zukunft wieder möglich ist.

Ein genauer Termin, wann die Unterkunft in Betrieb genommen werden kann, steht noch aus. Mit der Unterkunft wird eine Lücke geschlossen, denn bereits seit 2014 gab es in Osterburg keinen Ort, an dem wohnungslose Personen Unterschlupf finden konnten.

VON TOBIAS HENKE

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