Volkssolidarität stellt sich der Konkurrenz und sucht nach Ideen

„Noch mehr reinhängen“

Mitarbeiterin Ute Pahl (v.r.) und Elke Hartmann, die Leiterin der Begegnungsstätte, stoßen mit Besuchern auf das neue Jahr an. Die Volkssolidarität möchte 2014 neu durchstarten. Foto: Hertzfeld

Osterburg. Elke Hartmann macht aus ihrem Herzen keine Mördergrube: „Wir müssen uns zukünftig einfach noch mehr reinhängen. Wir nehmen die Herausforderungen an. “ Die Ostaltmärkerin leitet seit Juni 2012 die Begegnungsstätte der Volkssolidarität (VS) in Osterburg.

Mit dem Sozialzentrum des DRK im Neubaugebiet der Biesestadt wachse durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz heran, auch wenn Projektverantwortliche dort immer wieder das Gegenteil beteuerten. Im vergangenen Jahr fanden im VS-Domizil an der Gartenstraße annähernd 280 Veranstaltungen mit insgesamt fast 4950 Besuchern statt. „Die Bilanz ist besser als im Jahr zuvor. Wir wollen und müssen diese Zahlen aber unbedingt halten und, wenn denn möglich, noch ausbauen“, gibt die Leiterin am Rande des gestrigen Neujahrsempfangs im Gespräch mit der AZ den Kurs für die nächsten Wochen und Monate vor. Vor allem jüngere Senioren sollen für die Einrichtung der Hilfsorganisation verstärkt begeistert werden. Momentan liegt der Altersdurchschnitt bei Mitte 70.

In Ute Pahl hat Hartmann eine engagierte Mitstreiterin gefunden. Die Osterburgerin hat nun sogar einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Tasche und möchte die Zukunft der Volkssolidarität entscheidend sichern helfen. Dass es der VS vor allem an eines mangelt, ist allen gestern deutlich vor Augen geführt worden: Mit Jörg Brychcy saß bei der Begrüßung nur ein einziger Mann unter den Gästen. Bei etlichen anderen Veranstaltungen sieht es nicht viel besser aus. „Wir wollen und werden das ändern“, gibt sich Pahl optimistisch. Über Skat und andere Kartenspiele sollen zu allererst mehr Männer den Weg zur Volkssolidarität finden. Geplant ist aber auch der Aufbau einer Anfängergruppe für Romméfreunde. Diesen Zeitvertreib bevorzugen bekanntlich eindeutig Frauen.

Ein- und Mehrtagesfahrten, der Osterspaziergang, regelmäßiges Freiluftgrillen, ein Blasmusikfest und andere Dauerbrenner sollen auch für dieses Jahr organisiert werden. Vermutlich wird es zudem eine Informationsreihe zu Gesundheitsthemen geben. „Weitere Ideen sind gefragt. Ich habe für alle ein offenes Ohr“, betont Hartmann. Vorschläge könnten sogar in ein regelrechtes Konzept für die nahe Zukunft einfließen, das die Leiterin der Begegnungsstätte und ihre rechte Hand, Pahl, gemeinsam erarbeiten würden. Die Betreuung von Demenzkranken im überschaubaren Maße könnte dabei ein wichtiger Eckpunkt werden. Dabei geht es der VS nicht etwa um eine Tagespflege, sondern allenfalls um eine Betreuung für einige Stunden am Tag. Hartmann erklärt: „Angehörige könnten ihren Pflegebedürftigen dann vielleicht einmal in der Woche für einige Stunden beruhigt bei uns lassen, um in dieser Zeit dann zum Beispiel einen wichtigen Behördengang oder einen größeren Einkauf zu erledigen.“ Der Bedarf sei auf jeden Fall da. Wer sich für dieses mögliche Angebot oder andere Punkte interessiert, erreicht die VS unter Tel. (03937) 82579.

Von Marco Hertzfeld

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