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Osterburg: Wechsel von Nico Schulz in den Landtag wird immer wahrscheinlicher

Nico Schulz wurde kürzlich auf Listenplatz zwei der Freien Wähler gewählt.
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Nico Schulz wurde kürzlich auf Listenplatz zwei der Freien Wähler gewählt.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz will für die Freien Wähler in den Landtag in Magdeburg einziehen.

Osterburg – Nachdem er beim Nominierungsparteitag in Stendal auf den zweiten Listenplatz gewählt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Osterburg ab Sommer, wenn die Wahl stattfindet, einen neuen Bürgermeister braucht, noch einmal gestiegen.

Mögliche Kandidaten für die Nachfolge des Einheitsgemeindebürgermeisters gibt es noch nicht, dennoch machen sich die meisten Fraktionen des Stadtrates Gedanken hierzu.

Sollte es so kommen, dass wir einen neuen Bürgermeister brauchen, wäre es wichtig, dass dieser auch von der Mehrheit der Stadtratsfraktionen unterstützt wird“, mein Jürgen Emanuel, Vorsitzender der biesestädtischen Fraktion der Linken. Er kann sich vorstellen, dass es sich beim Nachfolger von Schulz um einen Verwaltungsfachmann handelt. „Das muss kein Linker sein und sollte schon gar kein Rechter sein“, so Emanuel. In den eigenen Reihen habe sich bis jetzt noch kein Kandidat gefunden, der kandidieren wolle. Emanuel glaubt allerdings nicht an einen Einzug der Freien Wähler in den Landtag. „Das müsste schon sehr viel passieren, damit das klappt. Schulz ist der bekannteste Name in den Reihen der Freien Wähler, ich glaube nicht, dass das ausreicht“. Allerdings hat Schulz auch über das Direktmandat noch die Möglichkeit, in den Landtag einzuziehen.

Bei der AfD hat man sich um das Thema laut Fraktionsvorsitzender Sandra Matzat noch keine Gedanken gemacht. „Damit haben wir uns noch nicht beschäftigt“. Michael Handtke, Vorsitzender der CDU-Fraktion, verweist auf die Corona-Pandemie, die es schwierig mache, sich fraktionsintern zu treffen. „Wir haben uns seit November nicht mehr gesehen“. Bei den Osterburger Christdemokraten gibt es die Besonderheit, dass Fraktion und Partei wenig miteinander gemeinsam haben, denn kein einziges Mitglied des Osterburger Stadtrates hat derzeit ein CDU-Parteibuch. Teilweise gibt es sogar gerichtliche Streitigkeiten mit dem Kreisverband um nicht in vollem Umfang gezahlte Mandatsträgerbeiträge (AZ berichtete). Eine Zusammenarbeit zwischen Partei und Fraktion bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für das Bürgermeisteramt scheint ausgeschlossen.

Handtke wünscht sich, dass der künftige Bürgermeister über gute kommunikative Fähigkeiten verfügt. Man muss mit ihm reden können“, so Handtke gegenüber der AZ.

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