Osterburger Anlage eine Nummer kleiner als die im pitschnassen Schwerin

Nicht vom Winde verweht: Wasserspiel im Aufbau

So ähnlich wie hier auf dem Marienplatz in Schwerin wird das Wasserspiel in Osterburg aussehen. Schon im Sommer soll die Anlage in Betrieb gehen. Derartige Wasserkünste gebe es dann zumindest im Landkreis Stendal kein zweites Mal, so der verantwortliche Planer.

Osterburg / Schwerin. „Na hoffentlich hat ihr Planer an den Wind gedacht. “ In Osterburg entsteht auf dem August-Hilliges-Platz das, was Schwerin auf dem Marienplatz bereits hat, ein Wasserspiel.

„Wir haben hier allerdings ein paar – sagen wir mal – Schwierigkeiten“, berichtet Michaela Christen leicht amüsiert. Wenn der Wind kräftiger weht und aus ungünstiger Richtung kommt, kriegen die Menschen an einer nahen Haltestelle schon einmal eine unfreiwillige Dusche ab. Ansonsten sei so ein Wasserspiel im Herzen einer Kommune natürlich eine recht feine Sache und in der Tat ein echter Hingucker, betont die Pressesprecherin der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber der AZ.

Das Wasserspiel in Osterburg orientiert sich baulich ausdrücklich an dem in Schwerin, ist aber mindestens eine Nummer kleiner. An welche Stelle es installiert wird, lasse sich derzeit schon erahnen, sagt Planer Guido Cierpinski, für den die Neugestaltung des Hilliges-Platzes eine besondere Aufgabe ist. Schließlich handelt es sich um ein zentrales Areal, das auch ein Stück weit Aushängeschild sein soll. Wer an der Breiten Straße steht und nach links schaut, sieht gleich vorn an der Ecke die technischen Voraussetzungen für das Wasserspiel im Boden wachsen. Dahinter beginnt die Häuserzeile. Die Konstruktion ist ebenerdig, natürlich wird alles anders verfugt als auf dem Rest des Platzes, Dichtungen werden gesetzt. Fünf bis sieben Fontänen sollen dann jährlich von Ostern bis Oktober Wasser in die Luft speien, zwischen 50 und 75 Zentimeter hoch.

„Das Wasserspiel soll ein Highlight sein, eine besondere Atmosphäre schaffen und zum Verweilen einladen“, erklärt Cierpinski im Gespräch mit der AZ. Weiter höher auf dem Platz stand einst ein Springbrunnen, der nach der politischen Wende gemeinsam mit dem Kulturhaus verloren ging. Wenn man so wolle, werde den Menschen somit auch ein Stück weit Verlorenes zurückgegeben. Die Arbeiten auf dem Hilliges-Platz sollen im Sommer abgeschlossen sein. Die Kosten liegen bei etwa 270  000 Euro. Davon entfallen nach AZ-Informationen allein auf das Wasserspiel gut 50 000 Euro.

Von Marco Hertzfeld

Kommentare