Gute Mischung sorgt für einen schönen Start in die Schule

Nicht nur Süßes in die Zuckertüte

Anne-Kathrin Brychzy mit einer Auswahl von Geschenken für die Zuckertüte. Experten empfehlen auf eine Mischung zwischen Süßigkeiten, Spielzeug und Schulsachen zu achten. Fotos (2): Ziems

Osterburg. Noch wenige Tage, dann beginnt für die künftigen Erstklässler ein neuer Lebensabschnitt. Zur Einschulung am 27. August gehört natürlich auch die Zuckertüte. Was den Inhalt angeht, ist der Name aber nicht mehr überall Programm.

Denn der Trend geht von weniger Süßigkeiten zu mehr Abwechslung. Dies merkt Karin Engels vom Osterburger Büroausstatter. Dort wird unter anderem nach Schulutensilien wie zum Beispiel speziellen Füllern für Schreibanfänger gefragt. Aber auch im Schreib Shop von Antje-Kathrin Brychzy stehen wichtige Hilfsmittel wie Radiergummi, Lineale und Bundstifte hoch im Kurs.

Die Mütterberatung rät Eltern beim packen der Schultüten zur Ausgewogenheit. Das komplette Verzichten auf Süßigkeiten könnte zu Problemen führen, da laut Ernährungswissenschaftlern ein bewusster Umgang mit Leckereien wichtig sei. Zu einem guten Mix gehören auch erste Kleinigkeiten für die Schulausstattung, die mit beliebten Kindermotiven versehen sein könnten und damit zur Motivation beitragen.

Darüber hinaus empfiehlt die Mütterberatung, die kindlichen Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen. Auch etwas Spielzeug gehört zu einer Zuckertüte. So könnte zum Beispiel ein Kuscheltier für Freude sorgen. Denn die Zeit des spielens ist mit dem Eintritt in die Schule natürlich nicht sofort vorbei. Damit das Kind mit Geschenken nicht überladen wird, hilft es sich in der Verwandschaft vorher genau abzusprechen.

Bei der Zuckertüte für ABC-Schützen handelt es sich übrigens um keine deutsche Erfindung. Laut Überlieferung hatte ein muslimischer Pädagoge diese Idee vor mehr als 1400 Jahren. In Deutschland wird die Tradition der Schultüre seit etwa 1810 gepflegt. Schriftliche Nachweise gibt es ab 1817 für größere ostdeutsche Städte. Dazu zählen zum Beispiel Jena, Dresden und Leipzig.

Von Christian Ziems

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