Abrissarbeiten für September ausgeschrieben / Silvia Böker kann sich dort Parkplätze vorstellen

„Nicht immer auf eine Ruine gucken“

+
Die 30 Wohneinheiten im verlassenen Flessauer Wohnblock an der Neuen Straße werden im September/Oktober abgerissen. Was mit der freien Fläche dort wird, ist noch nicht klar.

Flessau. „Man will ja auch nicht immer auf eine Ruine gucken, wenn man einen Blick aus dem Fenster wirft“, sagt die kürzlich wiedergewählte Flessauer Ortsbürgermeisterin Silvia Böker stellvertretend für die Anwohner an der Neuen Straße.

In den vergangenen zwei Jahren wurde der kommunale Dreigeschösser peu à peu dem Verfall und nun dem Abriss freigegeben. „Na endlich kommt der Schandfleck hier weg“, ist Herbert Lux über die Nachricht im AZ-Gespräch am kleinen benachbarten Garagenkomplex erfreut. Doch fast schwingt ein Hauch Bedauern mit. Nicht unbedingt des Gebäudes wegen. Vielmehr weist er auf eine stark verwilderte Fläche vor dem Objekt hin. Aus 100 Metern Entfernung ist von einem Spielplatz nichts zu erkennen. Bei näherem Hinsehen gibt der Wildwuchs einen Sandkasten, eine zerstörte Tischtennisplatte aus Stein und ein paar hochkant eingegrabene Traktorreifen preis. Es sei schade drum, „den Spielplatz haben wir vor Ewigkeiten noch als Subbotnik angelegt“, erzählt Lux und würde sich freuen, wenn auf der frei werdenden Fläche ein neuer entstehen könnte.

Das hält Böker eher für ausgeschlossen. „So weit ich weiß, wird die Fläche einfach nur begradigt, wenn der Block weg ist“, sitzt sie mit Jutta Berger als Kreveser Bürgermeisterkollegin im selben Boot.

Von Jana Henning

Mehr dazu lesen Sie am Wochenende im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare