Empfang: Bürgermeister Schulz baut auf Autobahn und skizziert Vorhaben für 2014 / Chor ausgezeichnet

Das neue Jahr, Glück und goldene Kehlen

Bürgermeister Nico Schulz schaut zu, wie sich Chorleiterin Dagmar Brazda in das Goldene Buch der Stadt einträgt. Danach folgen Astrid Böhning, die Vorstandsvorsitzende, und weitere Chormitglieder.

Osterburg. „Viel hängt von der A 14 ab und ob es uns gelingen wird, mit einem neuen Gewerbegebiet Investitionen zu ermöglichen.

“ Bürgermeister Nico Schulz sieht die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der Einheitsgemeinde im hohen Maße mit dem Bau der Altmark-Autobahn verbunden. „Die Autobahn muss kommen, sonst haben wir hier in der Altmark überhaupt keine Chance mehr, mit der Entwicklung Schritt zu halten“, so der 40-Jährige beim Neujahrsempfang am späten Dienstagabend. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft, Sport und Kultur ließen das vergangene Jahr gemeinsam noch einmal Revue passieren und wagten einen Blick voraus auf die nächsten Monate.

Die Grundschule in Osterburg wird 2014 saniert. Der Innenhof der Bibliothek avanciert zum „Literaturhof der Generationen“. Für die Erneuerung des Biesebads stehen 360 000 Euro zur Verfügung. Der August-Hilliges-Platz in der Kernstadt soll saniert werden. Leer stehende Wohnblöcke in Krevese und Flessau möchte der Bürgermeister gern abgerissen sehen. Nach den Arbeiten am Komplex Großer Markt 14/15 und am Monsator-Gebäude an der Breiten Straße in Osterburg sollen verbliebene finanzielle Mittel das marode Nebengebäude des Rathauses sichern und eine weitere Sanierung anstoßen helfen.

„Mit einem Tourismusprojekt werden neue Angebote für unsere Gäste entwickelt und durch Hinweistafeln in allen Ortschaften deren Sehenswürdigkeiten besser vermarktet.“ Die Hansestadt wird sich zudem entsprechend ihres Slogans „Wir leben Land“ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, der wichtigsten Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau, präsentieren. Die geplante Swingolfanlage nahe der Landessportschule in Osterburg sieht Schulz auf einem guten Weg. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie falle positiv aus. „In diesem Monat werde ich mit den Stadträten beraten, wie wir weiter daran arbeiten werden.“

Der Bürgermeister bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement im vergangenen Jahr. „Sie sind es, die das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde am Laufen halten – egal, ob in Sport, Kultur, Natur, Brandschutz oder Politik.“ Stellvertretend erhalten Sigrid Fischer, Erhardt Schmitz, Ralf Bölstorf und Hans-Jürgen Fritz eine Ehrenurkunde. An diesem Abend gratulierte auch Landrat Carsten Wulfänger.

In das Goldene Buch durften sich die Mitglieder des Gemischten Chores Osterburg eintragen. Das Ensemble habe sich in besonderer Art Weise verdient gemacht, es sei ein „gesanglicher Botschafter der Stadt Osterburg“, meint Bürgermeister Schulz. Der Chor, vor drei Jahrzehnten auf Initiative von Horst Gerber im Kulturhaus gegründet, habe inzwischen 470 Auftritte und ein Repertoire von 220 Liedern vorzuweisen.

Christian Dähre, der Bezirksschornsteinfeger, glaubt an ein gutes neues Jahr für Osterburg. Schwarze Männer wie er gelten bekanntlich als Glücksbringer.

Von Marco Hertzfeld

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