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Neue Flügel zum 200. Geburtstag

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Mitglieder des Mühlenvereins kümmern sich um das alte Bauwerk. Am Himmelfahrtstag boten sie Kuchen und andere Leckereien. Mit den Einnahmen soll die Sanierung voran gebracht werden. Foto: Ziems
Mitglieder des Mühlenvereins kümmern sich um das alte Bauwerk. Am Himmelfahrtstag boten sie Kuchen und andere Leckereien. Mit den Einnahmen soll die Sanierung voran gebracht werden. Foto: Ziems

Meseberg. „Mühlen sind gewandert“, erzählt Bernhard Sasse im Gespräch mit der AZ. Was sich seltsam anhört, hat einen praktischen Hintergrund. So stand die Konstruktion einst in Calberwisch. Doch der Müller versprach sich in Meseberg mehr Wind und zog samt Mühle um.

Der Himmelfahrtstag bot Gelegenheit, die Historie des alten Bauwerks in den Vordergrund zu rücken und gleichzeitig Gelder für weitere Sanierungsarbeiten zu sammeln.

Um beides kümmern sich der Vereinsvorsitzende Bernhard Sasse und seine rührigen Mitglieder. Gemeinsam wird ein besonderes Jubiläum vorbereitet. Doch bevor der 200. Geburtstag des Denkmals gefeiert wird, steht noch ein ehrgeiziges Projekt an. So soll die Mühle wieder Flügel erhalten, mehrere zehntausend Euro sind nötig. „Die Mühle wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrmals umgebaut und hatte verschiedene Flügel. Doch dies tat dem Bauwerk nicht gut. Wir wollen die ursprüngliche Form wieder herstellen“, beschrieb der Vorsitzende. Einst hatte das heutige Denkmal auch zwei Mahlgänge und wurde bis in die 50er Jahre betrieben – zuletzt mit einem Elektroantrieb.

Als sich der Mühlenförderverein 2003 gründete, war nicht mehr viel zu gebrauchen. „Wir haben die einzelnen Teile nummeriert und geschaut, was noch verwendet werden kann“, erinnert sich Bernhard Sasse. So wurde der ursprüngliche Mahlgang, allerdings nur noch einer, wieder eingebaut. Die Reste des anderen befinden sich direkt neben der Konstruktion und Erinnern an die stetigen Umbauten innerhalb der zwei Jahrhunderte. In den vergangen Jahren konnten die Ehrenamtlichen bereits einiges erreichen. So ist der Mühlenkörper wieder intakt. Ebenfalls wichtig: Die Flügel sollen in den nächsten Monaten das Bauwerk komplettieren. „Die Pläne sind bereits fertigt“, unterstrich Bernhard Sasse und freut sich über die große Unterstützung.

Um das Denkmal für die Nachwelt zu erhalten, wurden einige Ideen in die Tat umgesetzt. So gründete sich zum Beispiel das Mühlentheater, deren Einnahmen für die Zukunft der Meseberger Konstruktion verwendet werden. „Das Theater ist unser schönstes Kind. Wichtig bleibt aber, dass wir uns um die Mühle scharen“, beschreibt Bernhard Sasse das gemeinsame Bestreben, zusammen etwas in dem Osterburger Ortsteil zu bewirken.

Von Christian Ziems

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