Nach Monaten nachweisbar

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Prokurist Matthias Lüdemann bei Annette Krüker, die die Proben sortiert, und Anlagenführer Hans-Jürgen Schultz.

Osterburg. Der Dioxin-Skandal verunsichert derzeit die Verbraucher, lässt landwirtschaftliche Betriebe um ihre Existenz bangen und beschert Futtermittelherstellern ein zweifelhaftes Image. Von Jörg Gerber

Auch im Futtermittelwerk des Raiffeisen Handel & Lagerhauses, einem Unternehmen der Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg-Gruppe, in Osterburg mussten die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen viele Nachfragen von Landwirten zur Zusammensetzung des „Osterburger Leistungsfutters“ beantworten. Doch dabei, so Prokurist und Geschäftsführer Matthias Lüdemann, konnte allen Kunden zugesichert werden, dass im Werk ausschließlich qualitativ hochwertiges Mischfutter produziert werde. Das gelte für alle Standardsorten und natürlich auch für die entsprechend den Kundenwünschen produzierten Individualmischungen, bestätigte auch Pressesprecherin Anke Duhm.

Im Futtermittelwerk arbeite man seit der Inbetriebnahme 2004 nach vorgegebenen Qualitätsstandards und hat sich darüber hinaus selber höchste Maßstäbe gesetzt, so Lüdemann gestern gegenüber der AZ. So gibt man sich nicht nur mit den gesetzlich vorgeschriebenen Futterkontrollen zufrieden, sondern lässt darüber hinaus von der LUFA, einer unabhängigen landwirtschaftlichen Forschungsanstalt, ständig zusätzliche Qualitätsüberprüfungen durchführen, um so die selbst auferlegten Qualitätsstandards für das „Osterburger Leistungsfutter“ zu sichern.

Ein weiteres besonderes Qualitätsmerkmal ist der Einsatz des heimischen Getreides als Hauptkomponente bei der Futterherstellung. Dieses Getreide wird von Landwirten aus dem Geschäftsgebiet der Genossenschaft geliefert. Deshalb lautet auch der Slogan des Futterwerkes „Ihre Ernte für bestes Futter!“. Die Auswahl weiterer Rohstoffe wird äußerst sorgfältig vorgenommen. Nicht zugelassene Altspeisefette, die kürzlich der Auslöser des Dioxin-Skandals waren und durch deren kostengünstigen Einsatz sich einige Futtermittelhersteller Wettbewerbsvorteile verschafften, werden nicht verwendet. Als Fettzugabe kommt im Osterburger Werk ausschließlich hochwertiges Sojaöl, das von der Hamburger Ölmühle bezogen wird, zum Einsatz.

Produziert wird mehlförmiges, pelletiertes und granuliertes Mischfutter vorwiegend für Kühe und Schweine, aber auch für Pferde, Schafe und Geflügel. Nach etwa drei Monaten ist das gelieferte Futter aufgebraucht. Noch Monate später kann anhand der gezogenen Proben in Osterburg die genaue Zusammensetzung nachgewiesen werden. Das Futter selbst wird, nach der Entnahme der Proben, mit firmeneigenen Fahrzeugen auf die landwirtschaftlichen Höfe im Umkreis von 150 Kilometern ausgeliefert. Das entspricht dem Geschäftsgebiet der Genossenschaft, das in etwa die Landkreise Stendal, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Gifhorn, Prignitz und den Altmarkkreis Salzwedel abbildet.

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