33 junge Sportler aus acht Bundesländern bevölkern Osterburg / Unverständnis: Turnverein fehlt

„Es ist wie nach Hause kommen“

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Aufstellung des diesjährigen Turncamps: In der Landessportschule trainieren Deutschlands Talente eine Woche lang unter besten Bedingungen. Hier finde man alles, was zum professionellen Turnen dazu gehört. Darum sind „wir überzeugte Wiederholungstäter“, heißt es von Seiten der Organisatoren.

Osterburg. Wenn Mareike Opper und Ralf Schwabe am Anfang eines Jahres über den Landesturnverband Sachsen-Anhalt ein Jugendcamp in der Biesestadt ausschreiben, dann wissen beide: „Nach drei Wochen ist das garantiert voll“. Und genauso ist es auch in diesem Jahr.

Eine Woche lang trainieren auf dem Gelände der Osterburger Landessportschule gerade 33 Mädchen und Jungen – am Boden, auf dem Balken, am Reck, an den Ringen. Jeden Tag, mindestens sechs Stunden lang unter Anleitung von fünf Trainern und einer Praktikantin. „Das ist mehr als manche Teilnehmer sonst in einer ganzen Woche absolvieren“, weiß Opper aus ihrer zwölfjährigen Erfahrung als Organisatorin solcher Ferienfreizeiten. Die Begeisterung am Turnen eine sie alle, egal auf welchem Niveau man turne.

Osterburg als Austragungsort sei immer gesetzt. „Wir sind überzeugte Wiederholungstäter“, gibt Opper gerne zu. Auf die Frage nach dem „Warum“ nennt sie die Vorzüge der großen Kunstturnhalle in der Osterburger Landessportschule. Hier gäbe es für ein „jedermann“-Turncamp wie ihres optimale Trainingsbedingungen zum Boden- und Gerätturnen. Solche, die die meisten Teilnehmer in dieser Form nicht aus ihren Heimatvereinen kennen würden, wie Antonia Vollmann (12) aus Hörsingen. „Ich will vor allem schwierigere Übungen und Techniken lernen“, nennt die einzige sachsen-anhaltinische Vertreterin in der bunt gemischten Gruppe ihr erklärtes Ziel. Alle anderen kommen von weiter weg: Carolin Riemer (15), Rieke Regel (14), Laura Gleiser (15) und Lea Isenberg (15) aus Marburg hatten den weitesten Weg, reisten allein mit der Bahn an und sind nicht das erste Mal dabei. Juliana Preußner dagegen schon.

Von Jana Henning

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