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Nach den Ferien in Containern lernen

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Bisher konnten die Schüler alle Räume wie zum Beispiel die Aula zum Unterricht nutzen. Doch nach den Sommerferien soll auf Container als Übergangslösung zurück gegriffen werden. Foto: Archiv/cz

Osterburg. Die umfangreiche Sanierung der Osterburger Sekundarschule „Karl Marx“ läuft nicht nur über mehrere Jahre sondern auch bei laufenden Schulbetrieb.

Wie Gudrun Stannull vom Gebäude-Regiebetriebes des Landkreises auf Nachfrage der AZ erklärte, werden im Sommer neue Herausforderungen auf Schüler und Lehrer hinzukommen. Denn während der Ferien sollen spezielle Container aufgestellt werden. In diesen gilt es dann zu unterrichten. Hintergrund: Da die Klassenräume Stück für Stück auf Vordermann gebracht werden sollen, kann ein Teil des DDR-Gebäudes bald nicht mehr wie gewohnt genutzt werden.

Bisher beschränkten sich die Arbeiten unter anderem auf den Kellerbereich. Dort wurden und werden seit Herbst 2011 die nötigen Voraussetzungen für neue technische Anlagen gelegt. Außerdem entsteht unterhalb der Aula ein neuer Gebäudeteil, der bald als Haupteingangsbereich dienen soll. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, geht es im alten Objekt weiter, ein teil der Schüler muss dann in die Container ausweichen. Diese Lösung wurde bereits in anderen altmärkischen Städten erfolgreich praktiziert. So lernten Arendsees Grundschüler in Containern, während ihr ursprüngliches Gebäude bis 2011 monatelang saniert werden konnte.

Für insgesamt rund vier Millionen Euro gilt es auch die Osterburger Sekundarschule für die heutige Zeit zu rüsten. Finanzielle Hilfe bekommt der Landkreis dabei von der Europäischen Union.

Im Mittelpunkt steht die energetische Sanierung. Dazu zählt unter anderem die Heizung die komplett erneuert wird. Damit sich die Schüler künftig wohlfühlen, gilt es auch den Außenbereich auf Vordermann zubringen. Doch die Ziele können nicht sofort erreicht werden, die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2013. Solange ist weiterhin Kompromissfähigkeit gefragt.

Von Christian Ziems

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