Familie Thomsen hofft, dass die Verursacher ermittelt werden

Müll auf Düsedauer Privatgrundstück entsorgt

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Constanze Thomsen steht vor einem Teil des Mülls, den Unbekannte auf ihrem Grundstück hinterlassen haben. Bisher gibt es keine heiße Spur.

Düsedau – „Das ist kein Kavaliersdelikt“, sagt Constanze Thomsen aus Düsedau über einen Umweltsünder, der nach Schätzung des Osterburger Ordnungsamtes rund 20 Tonnen Bauschutt auf ihrem Grundstück abgelegt hat.

Zufällig entdeckte ihr Mann, mit dem sie einen landwirtschaftlichen Betrieb leitet, den Müll, als er mit dem Traktor unterwegs war.

Der Ort des Geschehens befindet sich auf einem Teil des Grundstückes, im Bereich des Erxlebener Windparks. Die größte Sorge des Ehepaars Thomsen ist, dass sich nun Nachahmer finden könnten. Dies zeige die Erfahrung des Ordnungsamtes. Die Behörde ist der richtige Ansprechpartner, wenn jemand in der Einheitsgemeinde Osterburg Stellen entdeckt, an denen illegal Müll gelagert wird.

„Auch der Landkreis ist bereits informiert“, so Thomsen gegenüber der AZ. Die beim Landkreis zuständige Stelle ist die Untere Abfall- und Bodenschutzbehörde. Diese konnte ihr bereits eine Sorge nehmen. „Wir haben befürchtet, dass wir vielleicht auf den Kosten für die Beseitigung des Mülls sitzen bleiben“, berichtet sie weiter. Doch dies ist nicht der Fall, da die Stelle, an der der Müllsünder den Schutt abgelegt hat, über einen öffentlichen Weg frei zugänglich ist.

Das Osterburger Ordnungsamt reagierte umgehend, nachdem sie durch das Ehepaar informiert wurde. „Herr Mäder war am Freitag hier, zwei Stunden nachdem wir mit dem Amt in Kontakt getreten sind“. Aufgrund der Masse des Bauschuttes – die Menge entspricht in etwa einem kleinen Gebäude wie beispielsweise einem Hühnerstall – wird die Beseitigung des Mülls einige Zeit in Anspruch nehmen und ist nicht kurzfristig zu stemmen.

Von der Gefährlichkeit des Mülls hängt ab, was dem Verursacher droht. „Wenn es sich um normalern Müll handelt, ist es eine Ordnungswidrigkeit. Sollte sich Asbest oder anderes giftiges Material in dem Schutt befinden, droht den Verursachern ein Strafverfahren“, sagt Thomsen. Dies habe sie durch das Ordnungsamt erfahren.

Die Landwirtin ist aus mehreren Gründen sauer. „Am Ende steigen wegen solchen Leuten die Müllgebühren, denn statt, dass der Verursacher selbst zahlt, muss das nun die Allgemeinheit aufbringen“. Sie hofft, dass sie und Ihr Mann den oder die Täter mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit zum Nachdenken bringen, wenn sie merken, dass die illegale Müllentsorgung entdeckt wurde.

Thomsen weist daraufhin, dass auch kleinste Mengen falsch entsorgter Müll eine große Gefahr für die Natur darstellen. „Es sind schon Tiere verendet, weil sie an Plastemüll erstickt sind“. Und das obwohl die Müllgebühren nun kein Faktor seien, der eine hoher finanzielle Belastung darstelle. Die Landwirtin hofft, dass der Verursacher des Müllberges auf ihrem Grundstück gefasst wird, auch wenn sie skeptisch ist, da bisher noch keine heiße Spur entdeckt worden sei, die auf den Täter hindeute.

VON TOBIAS HENKE

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