Spielzeit steht auf der Kippe

Mühlentheater hofft auf grünes Licht für Proben

Die Schauspieler des Meseberger Mühlentheaters dürfen laut der aktuellen Corona-Verordnug nicht proben.
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Das Ensemble des Meseberger Mühlentheaters konnte für die kommende Spielzeit noch nicht proben.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Beim Meseberger Mühlentheater hoffen die Mitglieder weiterhin darauf, dass es im kommenden Oktober eine Spielzeit geben kann. Doch die Zeit drängt, denn schließlich müssen die Schauspieler des beliebten Ensembles sich auf ihre Rollen vorbereiten und gemeinsam proben. Auch wenn die Vorstellungen traditionell im Oktober stattfinden, rückt die selbst gewählte Frist, ab der auch die diesjährige Spielzeit abgesagt werden müsste, immer näher.

Meseberg – „Wenn wir im April nicht proben dürfen, dann wird die Spielzeit ausfallen“, sagt Renate Kleszcz, Sprecherin der Schauspieltruppe gegenüber der AZ. Dies geschehe nicht zuletzt mit Blick auf Erfahrungswerte in der Vergangenheit. „Wenn man die Texte alleine lernt, dann hilft das nicht so viel, wie wenn man sich gemeinsam trifft und die Texte der einzelnen Rollen liest“, so Kleszcz. In der Vergangenheit haben sich die Mitglieder regelmäßig bei einzelnen Mitgliedern getroffen und dort die Texte gemeinsam einstudiert. Dies sei auch deshalb erfolgt, weil man den Düsedauer Saal nicht einfach spontan heizen könne. Es brauche etwas länger, bis es dort warm werde.

Das diesjährige Stück trägt den Titel „Drum prüfe, wer sich ewig scheidet“. Im Normalfall starten die gemeinsamen Proben bereits im April, daher wurde dieser Termin auch als Frist gesetzt, bis zu der sich entschieden wird, ob gespielt wird. „Im August und September haben wir dann oft auch zweimal in der Woche geprobt.

Kontakt halten die Schauspieler untereinander auch digital, aber Videokonferenzen eignen sich laut der Mesebergerin nicht, um die Rollen einzuüben.

Selbst wenn im April die ersten Proben möglich sein sollten, findet die Spielzeit 2021 in jedem Fall nur unter Vorbehalt statt, schließlich könnten die Corona-Zahlen im Herbst schon wieder ganz anders aussehen.

Trotz der Unsicherheit steht auch schon fest, dass die Theaterkarten in diesem Jahr im Fall der Fälle nicht wie sonst üblich bei der Touristinformation erworben werden können. „Das würde dann über die Stadtverwaltung laufen. Wenn es so weit ist, werden wir das rechtzeitig bekannt geben.“ Die geplanten Termine werde man auch rechtzeitig mitteilen, damit sie dann ins Mitteilungsblatt aufgenommen werden können.

„Wir vermissen es alle sehr, auf der Bühne zu stehen und hoffen, dass es bald wieder möglich ist“, hofft Renate Kleszcz, dass die coronabedingten Einschränkungen bald der Vergangenheit angehören und sie ihrem mit viel Herzblut ausgeübten Hobby wieder nachgehen können. Doch vorerst gilt es zunächst einmal abzuwarten, ob regelmäßige Treffen wie etwa der Meseberger Theatermacher im Frühjahr wieder möglich sein werden.

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