Von der Mühle bis zum Backofen

Wissenswertes über die Bockwindmühle vermittelte Bernd Kloss den aus Flessau angereisten Kindern.

Wanzer - Von Jörg Gerber. Wie lebten unsere Vorfahren, wie kommt Getreide zur Mühle und wie wird daraus Mehl und wie wird aus dem Mehl am Ende Teig? All diese Fragen bekamen Mädchen und Jungen der zweiten Klassen der Grundschule Flessau gestern beantwortet.

„Hier beginnt heute euer Rundgang“, so Bernd Kloss vom Mühlenverein Wanzer. An der historischen Bockwindmühle begrüßte er eine Gruppe der Flessauer Grundschule. Mit ihren Lehrerinnen und einigen Eltern waren die Mädchen und Jungen der zweiten Klassen nach Wanzer gefahren, um in die Geschichte einzutauchen. Für kurze Zeit waren sie Müller oder Pizzabäcker, vorzüglich betreut wurden sie dabei von einigen Mitgliedern des örtlichen Mühlen- und Heimatvereins. Bernd Kloss erzählte dabei nicht trocken herunter. Er stellte auch Fragen, die die Kinder gerne beantworteten. Selbstverständlich wussten sie, dass Wind benötigt wird, die großen Räder in Bewegung zu bringen. Sie zählten die Getreidearten auf, die auf dem Acker angebaut werden. Nach der Ernte wird gedroschen, dann kommt Weizen oder Roggen in den Sack und wird zur Mühle angeliefert. Umfangreich wurde der Aufbau der Mühle erklärt und wie alt das verbaute Holz sei. Auch das Innere der Mühle wurde besichtigt und ausführlich erläutert.

Eine zweite Gruppe der Flessauer Abordnung befand sich zu dieser Zeit im historischen Backhaus des Ortes. Gabriele Buck und Annelene Meier waren dort mit den Kindern dabei einen Teig zu formen. Gekauftes Mehl war es allerdings, dass zu einem ansehnlichen Pizzateig verarbeitet wurde. Auch die Zutaten wie Wurst oder Tomate wurden gemeinsam geschnippelt und auch der historische Backofen wurde mit trockenem Holz angeheizt.

Gleich nebenan, im kleinen Museum, war eine dritte Gruppe der zweiten Klassen zu Besuch. Dort bekamen sie alte Gerätschaften erklärt und konnten auch selbst Bilder malen. Die Mühle stand natürlich auch dabei im Mittelpunkt.

Nachdem alle drei Gruppen die drei Stationen durchlaufen hatten, wurde sich wieder vor dem Backhaus getroffen. Gemeinsam wurde die selbst angefertigte Pizza verspeist und anschließend konnte noch der Spielplatz genutzt werden bis der Bus die Kinder und ihre Begleitung wieder nach Flessau brachte.

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