Polizei sucht nach Mahnmal-Angreifer / Freiheitsstrafe möglich / Bürgermeister verurteilt Tat

„Moralischer Schaden erheblich“

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Axel Gärtner sitzt gern einmal auf der Bank vor dem Osterburger Denkmal. Dass dieses schon wieder beschädigt ist, darüber kann er nur den Kopf schütteln. „Mal sehen, was noch passiert.“

Osterburg. „Dass dort ein Buchstabe fehlt, ist mir sofort aufgefallen. Diese Vandalen, ein Frevel, einfach nur unwürdig. “ Axel Gärtner kann nicht glauben, dass das Denkmal am Platz des Friedens nach knapp einem Monat schon wieder beschädigt ist.

Der Hindenburger kommt regelmäßig nach Osterburg und legt dann oftmals auf der Bank vor dem Monument für die Opfer des Zweiten Weltkriegs eine Zigarettenpause ein. „Für mich ist diese Zerstörungswut schon fast typisch für diese Stadt. Wer den Busbahnhof kennt, weiß, wovon ich rede. Und das ist nur ein Beispiel. “ Gärtner vermutet da wie dort Jugendliche hinter den Beschädigungen. „Die jungen Leute wissen doch heutzutage nichts anderes mit sich anzufangen und randalieren. “.

Die Polizei ist da vorsichtiger und ermittelt in verschiedene Richtungen. Die Beamten haben durch eine Anfrage der AZ von der Tat erfahren. Ein Kavaliersdelikt sei das Ganze nicht. „Es geht hier um eine mögliche gemeinschädliche Sachbeschädigung, ein strafverschärfendes Delikt, und nicht nur um eine normale Sachbeschädigung“, weiß Polizei-Sprecher Marco Neiß. Im Paragraf 304 des Strafgesetzbuches ist neben Grabmälern unter anderem auch von öffentlichen Denkmälern die Rede. Wer diese beschädigt oder zerstört, muss mit Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe rechnen. [...]

Von Marco Hertzfeld

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