Minister Thomas Webel schaute sich in Förderschule um

Modernes Lernen im alten Gebäude

Minister Thomas Webel (l.) schaute sich die Klassenräume an. Für das kommenden Schuljahr ist noch ein neuer Gartenbereich geplant. 116 Kinder werden in elf Klassen unterrichtet. Foto: Ziems

Osterburg. „Wir sind mit Gummistiefeln hergekommen“, beschrieb die stellvertretende Schulleiterin der Förderschule für Lernbehinderte, Christine Magerin, die ersten Wochen mit einem Umfeld, das den Anspruch zunächst nicht genügte. Dies ist inzwischen anders.

80 000 Euro flossen vom Land. Damit konnte unter anderem das Außengelände der einstigen Berufsschule auf Vordermann gebracht werden.

Thomas Webel, Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, wollte gestern wissen, was mit dem Geld konkret passiert ist. Dafür schaute er sich mit Stendals Landrat Jörg Hellmuth in der Einrichtung an der Düsedauer Straße um. So entstanden ein Spielplatz, ein Skaterbereich und ein Beachvolleyballplatz auf den teilweise modrigen und verwilderten Flächen. Der Landkreis ist Träger der Schule und konnte auch im Innenbereich einiges sanieren. Die Schwerpunkte wurden auf Klassenräume, Flure, Aula und Turnhalle gelegt. Aus Kostengründen konnte die Fassadendämmung bisher nicht erneuert werden. Jörg Hellmuth setzt auf weitere Fördermittel, die in den nächsten Jahren fließen könnten. Die Bedingungen sind aber bereits so gut, dass ein moderner Unterricht möglich ist. Dazu gehört ein „grünes Klassenzimmer“, das Veranstaltungen unter freiem Himmel ermöglicht. Zudem soll noch ein Schulgarten entstehen.

„Man kann dem Landkreis nur gratulieren, dass ein leerstehendes Gebäude genutzt wurde, um der Förderschule bessere Voraussetzungen zu geben“, zeigte sich der Minister beeindruckt. Er sieht es zudem positiv, dass sich Grund-, Sekundar- und Förderschule sowie Gymnasium und Lebenshilfe in einer Stadt befinden. Damit sei ein enges Zusammenarbeiten möglich. Christine Magerin bestätigte dies und ergänzte, das Lehrkräfte der „Anne-Frank“-Schule stundenweise in weiteren elf Einrichtungen eingesetzt werden. Dadurch ist es möglich, einen Förderbedarf bei Kindern noch schneller zu erkennen.

Von Christian Ziems

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