Nach Frontalcrash

Modernes Gerät rettet Leben: Osterburger Feuerwehr befreit zwei Schwerverletzte

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Aus zwei Fahrzeugen wurden Samstagabend zwei eingeklemmte Unfallopfer befreit. Eingesetzt wurden hydraulische Rettungsgeräte. Die Schwerverletzen mussten in Kliniken nach Magdeburg geflogen werden.

Erxleben – Mit schwerem Gerät musste die Freiwillige Feuerwehr Osterburg am Samstagabend bei einem schweren Verkehrsunfall bei Erxleben helfen. Bei einem Frontalzusammenstoß wurden zwei Personen in ihren Autos eingeklemmt und schwer verletzt (AZ berichtete).

Ein alkoholisierter, 26-jähriger Honda-Fahrer geriet in der Nähe von Ziegenhagen in den Straßengraben, setzte seine Fahrt dennoch fort und verursachte das Unglück.

Um die Männer zu befreien, wurden zwei Rettungsgeräte benutzt, die mittels Hydraulik funktionieren. „In Abstimmung mit dem Rettungsdienst erfolgte die Rettung der beiden Schwerverletzten parallel“, teilt Osterburgs Stadtwehrleiter Sven Engel der AZ mit. Er verdeutlicht damit den Zeitdruck, unter dem die Kameraden an der Unfallstelle standen, weilschnellstmögliche Hilfe nötig war.

Eines der beiden Geräte sei nur etwas mehr als ein Jahr alt. Beide seien technisch auf dem neuesten Stand und würden regelmäßig gewartet und optimiert. „Die Investition in die erneuerten Rettungsgeräte hat sich hier ausgezahlt. Durch die leistungsfähigeren Geräte waren die Schneid- und Spreizarbeiten patientenschonender und die Befreiungsöffnung schneller realisierbar“, schildert Engel den Einsatzablauf.

Die eingesetzten Kräfte werden laut dem Wehrleiter regelmäßig im Umgang mit den Geräten geschult und vorbereitet, um die Abläufe zu optimieren und zu automatisieren. Um die psychischen Folgen und die Belastung für die Kräfte der Feuerwehr so gering wie möglich zu halten, werde zudem laut Engel darauf geachtet, dass sich so wenig Kameraden wie möglich in der Nähe der eingeklemmten Unfallopfer befinden.

Nach Eingang des Notrufes, der laut Osterburger Feuerwehr gegen 18.30 Uhr erfolgte, rückte die Feuerwehr Osterburg mit drei Fahrzeugen aus. Des Weiteren waren der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen, ein Notarztwagen und die Polizei zeitgleich auf dem Weg zum Unglücksort auf der Bundesstraße 189. Erste gegen 20 Uhr war der Einsatz beendet. Er musste unter zeitweiliger Vollsperrung der Strecke erfolgen.

Um so wenig Zeit wie möglich zu verlieren, sind die Abläufe laut dem Osterburger Wehrleiter automatisiert. Nach Ankunft der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr erfolge vor Ort zunächst eine Lagebeurteilung, bevor dann die weiteren Schritte veranlasst und unternommen werden können.

Einen Stand zum Gesundheitszustand der beiden Schwerverletzten, die durch zwei Rettungshubschrauber in zwei Kliniken in der Landeshauptstadt geflogen werden mussten, gibt es derzeit noch nicht.

VON TOBIAS HENKE

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