Ermittlungen dauern an

Mindestens ein toter Hund: Fassungslosigkeit über Giftköder an der Biese

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Auch unter den Mitgliedern des Hundesportvereins Osterburg (Archivbild) ist die Bestürzung über die im Bereich des Biesebades ausgelegten Giftköder groß.

Osterburg. Nicht nur unter Osterburgs Hundefreunden herrscht nach wie vor Aufregung, Fassungslosigkeit und Wut darüber, dass Unbekannte im Bereich des Biesebades vergiftete Köder ausgelegt haben.

Der AZ liegen inzwischen Informationen vor, dass es mindestens ein Hund daran gestorben ist. Dies ist bereits etwa sechs Wochen her.

„Ich weiß von einer Bekannten, dass einer ihrer beiden Hunde vor rund sechs Wochen bei einem Spaziergang im Bereich des Biesebades innerhalb von fünf Minuten gestorben ist“, erzählt die Osterburgerin Susann Tyrolf der AZ, die selbst einen Hund hat und regelmäßig an der Biese spazieren geht. Der Hund ihrer Bekannten habe sich elendig gewunden, Schnappatmung bekommen und sei dann gestorben. „Sie musste alles mit ansehen.“ Tyrolf meidet inzwischen die Osterburger Grünanlagen und geht gar nicht mehr in der Hansestadt spazieren. Ob die Hundehalterin des toten Tieres den Vorfall der Polizei gemeldet habe, wisse sie nicht, so Tyrolf. Diese wusste laut Anfrage der AZ nichts von einem bestätigten Todesfall.

Enrico Lange, Vorsitzender des Hundesportvereins Osterburg kennt den Vorfall ebenfalls. „Ich bin etwas überrascht, dass die Polizei erst in dieser Woche darüber berichtet hat.“ Aber auch Lange betont, dass er nicht weiß, ob der Vorfall den Behörden gemeldet wurde. Ihn nimmt das Ereignis emotional mit. „Hunde sind treue Gefährten des Menschen. Wer macht so was?“

Auf diese Frage wird er vermutlich keine Antwort bekommen. Der Vorsitzende des Osterburger Hundesportvereins sagt, dass er kein Mediziner sei, aber er allen Hundehaltern rate, bei ersten Anzeichen, dass sich der Hund unwohl fühle, medizinische Hilfe zu suchen. Die polizeilichen Ermittlungen zu den ausgelegten Giftködern dauern weiter an. So ist bisher noch nichts Näheres zu dem verwendeten Giftstoff bekannt, auch einen oder mehrere verdächtige Personen, die die Köder ausgelegt haben könnten, wurden bislang noch nicht ausfindig gemacht.

Von Tobias Henke

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