Städtebausanierung: Osterburg bekommt rund 600 000 Euro für vier Gebäude

Lücken unbedingt verhindern

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Auch das Gebäude, in dem sich die Stadtinfo befand, und das Objekt daneben stehen auf der Sanierungsliste. Zunächst muss noch ermittelt werden, wie viel mit dem Geld gemacht werden kann.

Osterburg. „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahme Osterburg Altstadt“ – hinter dieser Formulierung verbirgt sich eine große Chance.

Konkret sollen das so genannte Monsator-Gebäude an der Breiten Straße sowie die Objekte am Großen Markt 11, 14 und 15 für die Zukunft baulich gesichert werden. Das heißt: Dach, Fenster und Fassade könnten komplett erneuert werden. Könnten, weil noch konkrete Planungen mit Kostenermittlungen erfolgen müssen. Erst danach soll über die Aufteilung der finanziellen Mittel entschieden werden. Fest steht, dass die aktuellen Fördermittel von insgesamt rund 600 000 Euro aus dem Topf der Städtebausanierung nur für die drei Gebäude verwendet werden dürfen.

Den Bescheid hat die Einheitsgemeinde erst vor kurzem bekommen und sollte am besten noch dieses Jahr los legen. „Das geht schon deshalb nicht, weil viele Fachfirmen 2011 keine freien Kapazitäten mehr haben“, begründete Bauamtsleiterin Antje Spillner. Außerdem sind Ausschreibungen nötig, bei denen Fristen eingehalten werden müssen. Geplant ist nun, im nächsten Jahr zu beginnen und die Gebäude bis Ende 2013 für die Zukunft „fit zu machen“. Dies bedeutet zunächst, sie vor dem weiteren Verfall zu bewahren. Schlimmstenfalls müssten die Objekte sonst irgendwann abgerissen werden, Lücken in der historischen Altstadtbebauung wären die Folge. „Und genau das wollen wir nicht. Es geht um den Erhalt der historischen Bausubstanz“, unterstrich Antje Spillner das Anliegen der Stadt.

Besonders viel Arbeit gibt es am so genannten Monsator-Gebäude an der Breiten Straße. Dort befand sich einst eine Fleischerei und später wurden dort Haushaltsgeräte repariert. Doch das Gebäude zerfällt seit etlichen Jahren immer mehr. „Inzwischen regnet es quer durch“, beschrieb Antje Spillner die Situation. Die Lehmwände leiden unter der Feuchtigkeit und auch die Fassade ist sehr unansehnlich. Verschönert werden sollen auch die Gebäude Großer Markt 14 und 15. Dort befindet sich unter anderem das einstige Büro der Stadtinfo sowie im hinteren Bereich die Musikmarkthalle. Das einzige der vier städtischen Objekte, das noch vermietet ist, steht wenige Meter weiter neben der Bibliothek am Großen Markt 11. Allerdings entspricht der Zustand auch keinen modernen Standard mehr.

Mit den Fördermitteln kann nun einiges bewegt werden. Der Innenausbau darf damit aber nicht finanziert werden. Vielmehr geht es darum, die Substanz zu retten und möglicherweise Käufer zu finden.

Von Christian Ziems

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