Beschluss steht an

Lücke im Netz wird geschlossen: In Rossau soll ein neuer Mobilfunkmast entstehen

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Der neue Mobilfunkmast soll in der Nähe der Ortseinfahrt entstehen, unweit der örtlichen Kirche. Mit dem Vorhaben sollen Funklöcher gestopft und die Qualität des Netzes erhöht werden.

Rossau – In der gestrigen Ortschaftsratssitzung in Rossau stand ein Beschluss zu der Errichtung eines Mobilfunkmasten in Rossau auf der Tagesordnung.

Ortsbürgermeister Bernd Drong sieht dadurch eine erhebliche Verbesserung der Infrastruktur Der finanzielle Aspekt ist dabei zu vernachlässigen.

„Ich habe das Gefühl, dass bei den Anbietern endlich angekommen ist, dass sie die Funklöcher im ländlichen Raum stopfen müssen“, so Drong gegenüber der AZ. Es sei nämlich so gewesen, dass der Anbieter auf die Stadt zugekommen sei und nicht umgekehrt. „Im Moment ist es so, dass man mal Empfang hat und dann wieder nicht“, beschreibt er den derzeit schlechten Empfang. Der neue Mast soll am Ortseingang entstehen, neben dem ehemaligen Bahnhofsgebäude, nicht weit von der örtlichen Kirche entfernt. Der parteilose Rossauer Ortsbürgermeister geht davon aus, dass der Ortschaftsrat zustimmen wird. Eine finale Entscheidung wäre anschließend noch durch den Stadtrat zu fällen.

Während es beim Breitbandausbau mit dem Zweckverband Breitband-Altmark eine kommunale Interessenvertretung gibt, die sich, darum kümmert, dass auch im ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt nach und nach schnelle Internetverbindungen gelegt werden, gibt es beim Ausbau des Mobilfunknetzes bisher keine Möglichkeit, eventuelles Marktversagen aufzufangen.

„Hier sind wir auf die Telekommunikationsunternehmen angewiesen“, sagt Osterburgs Bauamtsleiter Matthias Köberle gegenüber der AZ. Ein weiterer Mobilfunkmast ging Ende vergangenen Jahres in Gladigau in unmittelbarer Nähe des örtlichen Sportplatzes in Betrieb. Wie von Ortsbürgermeister Drong zu erfahren ist, dürfen Masten für Mobilfunk nur an Standorten entstehen, die sich im Besitz einer Kommune befinden. Auf Privatgrundstücken ist dies demnach nicht möglich.

Finanziell springt für die Hansestadt Osterburg bei der Verpachtung des Grundstückes nicht viel heraus. Sie erhält eine Summe von rund 1000 Euro im Jahr. „Natürlich würden wir es begrüßen, wenn das Geld im Rossauer Ortschaftsrat ankommen würde“, sagt Drong. Doch in erster Linie gehe es um die Verbesserung der Qualität des Mobilfunknetzes, nicht nur in Rossau, sondern auch in den angrenzenden Ortschaften.

VON TOBIAS HENKE

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