Aktiv für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses Walsleben / Rösler gibt jetzt Yoga-Kurse

„Letzte Bastion dörflichen Lebens“

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Das DGH ist ein Haus für alle, Stützpfeiler im Ort. Und so soll es bleiben. Bis 1971 diente es als Schule: „Wo ich jetzt mit meinen Kursteilnehmern Yoga und autogenes Training übe, war ich mal im Chemiekabinett“, erinnert sich Helgrid Rösler schmunzelnd.

Walsleben. Die erste Finanzausschusssitzung nach fünf Jahren Pause Anfang September hatte es in sich, rüttelte einheitsgemeindeweit auf und auch wach.

Der Grund: Kämmerer Detlef Kränzel rückte die einzelnen Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) ins Zentrum möglicher Sparmaßnahmen: „Der Haushalt der Stadt gibt wenig Spielraum, aber Möglichkeiten“ – eben auch dort, fasste er eine Empfehlung der Kommunalaufsicht des Landkreises zusammen. Die hatte den diesjährigen Haushalt zwar nicht beanstandet, zukünftig jedoch dringend eine ernste Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der Ausgabenreduzierung empfohlen. Aktuell werte der Finanzexperte eine entsprechende DGH-Liste aus. Darin enthalten seien die Unterhaltungskosten im Vergleich mit der Nutzung, berichtet Dr. Ringhard Friedrich, stellvertretender Bürgermeister von Walsleben im AZ-Gespräch. Das DGH sei „die letzte Bastion dörflichen Lebens“, sehr wichtig für die kulturelle und die soziale Arbeit. Da ist er sich mit Ortschefin Christine Klooß einig. Entsprechend geht der Rat den Erhalt des Domizils aktiv an, sieht eine Chance bei einer höheren Nutzungsintensität.

Von Jana Henning

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