„Lernen – lachen – erwachsen werden“

Noch präsentiert sich die Osterburger Karl-Marx-Schule in einem schlichten Grau. Im nächsten Jahr könnte sich das schon anders darstellen. Ziel ist es, dass sich die aus mehr als 40 Orten kommenden Sekundarschüler wohler an ihrer Schule fühlen.

Osterburg - Von Matthias Mittank. Insgesamt 116 Schulen hatten sich landesweit um Fördermittel aus dem EU-Schulbau-Programm beworben. 32 Schulen haben letztlich eine Zusage erhalten. Darunter auch die Osterburger Sekundarschule „Karl-Marx“, für die 3,1 Millionen Euro bereitstehen (wir berichteten). Nun gilt es, das pädagogische Konzept der Schule umzusetzen. Bis es allerdings losgehen kann, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Vor Sommer 2011 wird wohl nicht gebaut werden.

„Lernen – lachen – erwachsen werden – gemeinsam auf dem Weg ins Leben.“ So lautet das Konzept, mit dem sich die Sekundarschule Karl-Marx erfolgreich um EU-Mittel beworben hat. Erarbeitet wurde es zusammen mit dem Schulamt des Landkreises. „Die Schule will weg vom Fachraum- und hin zum Klassenraumprinzip“, erläutert Amtsleiterin Dr. Ulrike Bergmann. Soll heißen: Mit Ausnahme weniger Fächer wie Physik, Chemie, Hauswirtschaft oder Werken soll sich für die Klassen alles in einem Raum abspielen. „Die Schüler gehen nicht zum Lehrer. Der Lehrer kommt zu den Schülern“, so Bergmann. Das hat gleich mehrere Vorteile: Die Sekundarschüler sollen sich an ihrer Schule wohler fühlen. Ein eigener Klassenraum, mit dem sich die Heranwachsenden identifizieren können, trägt dazu bei. Durch weniger Raumwechsel in den Pausen wird zudem mehr Ruhe im Schulgebäude Einzug halten.

Es ist aber nicht nur die Aufteilung der Räume, sondern auch die Gestaltung des Umfeldes, auf das das pädagogische Konzept abzielt. So soll später ein völlig neu gestalteter Eingangsbereich zum Sitzen, Verweilen und Erzählen einladen. Der Schulhof wird zukünftig in zwei Bereiche gegliedert. In einem sollen vor allem die unteren Klassenstufen aktiv werden und in dem anderen die Älteren entspannen können. Auch mehr Angebote für den Nachmittag sind in Planung. Des Weiteren ist ein Raum für die Berufsorientierung und ein weiterer für Gespräche mit den Eltern in Planung.

Was noch alles baulich am Schulgebäude verändert wird, steht derweil noch nicht endgültig fest. „Wir hatten bereits eine grobe Vorplanung eingereicht, nun müssen wir ins Detail gehen“, erläutert Marietta Linzner, Regiebetriebsleiterin beim Landkreis. Doch soviel steht fest: Die Schule erhält eine neue Fassade, neue Fußbodenbeläge, modernisierte Fachunterrichts- und Sanitärräume sowie erneuerte Brandschutzeinrichtungen. Dach, Fenster, Türen und Heizung sind derweil noch auf dem neusten Stand. Die überarbeiteten Pläne werden letztlich beim Landesverwaltungsamt eingereicht und zusammen mit dem Landesbetrieb Bau auf Förderfähigkeit geprüft.

Einen Baustart in diesem Jahr wird es nicht mehr geben. „Im Haushalt 2010 sind für die Schule nur Planungskosten vorgesehen“, informiert Dezernentin Annemarie Theil. Die ersten Handwerker werden frühstens im Sommer 2011 anrücken, glaubt die stellvertretende Landrätin. Doch das ist von der Genehmigung des Haushaltes 2011 abhängig.

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