Landtagswahl: CDU in Havelberg-Osterburg stärkste Kraft

Schulenburg verteidigt Direktmandat

Ein Schild weist den Weg ins Wahllokale in der Grundschule Osterburg.
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36.187 Stimmberechtigte zählt der Wahlkreis, mehr als jeder zweite hat an der Wahl teilgenommen. Die Wahllokale hatten bis 18 Uhr geöffnet. Dann wurde wie hier in der Grundschule in Osterburg ausgezählt.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Es ist im Wahlkreis Havelberg-Osterburg das erwartet enge Rennen geworden. Chris Schulenburg von der CDU hat bei der Landtagswahl die Nase vorn. Sein größter Herausforderer, Nico Schulz (FW), liegt knapp dahinter.

Osterburg – Nach 99 von 101 ausgezählten Bezirken zeichnet sich ab: Er hat es wieder geschafft. Und das unter ganz anderen Voraussetzungen als noch 2016 und recht knapp. Christdemokrat Chris Schulenburg verteidigt sein Direktmandat und zieht zum zweiten Mal in den Magdeburger Landtag ein. Der Sandauer holt nach diesem Stand der Auszählung im Wahlkreis Havelberg-Osterburg 27,1 Prozent der Stimmen. Sein früherer CDU-Parteifreund Nico Schulz muss sich mit 24,5 Prozent der Stimmen geschlagen geben. Auch die neue politische Heimat hilft nicht weiter. Listenplatz zwei bei den Freien Wählern hat allenfalls Chronistenwert, weil es die Partei nicht über die Fünf-Prozent-Hürde schafft. Dieses Ergebnis bedeutet auch: Osterburg muss sich erst einmal keinen neuen Bürgermeister wählen, Schulz bleibt im Amt.

Herausforderer Schulz, welcher der CDU nicht zuletzt im Streit um die richtige Aufarbeitung der Stendaler Wahlaffäre von 2014 verloren ging, steht vorm Tal der Tränen. Im Duell der beiden Intimfeinde sind die sechs Mitbewerber um das Direktmandat ein Stück weit zu Nebendarstellern geworden. Mit einer Ausnahme: Sandra Matzat von der AfD hat den beiden Herren ordentlich zugesetzt und aus dem erwarteten Zweikampf einen Dreikampf gemacht, sie kommt auf 21 Prozent. Wulf Gallert, Vize-Präsident im Landtag, verliert mit den 11,4 Prozent im direkten Wettstreit und kann doch über die Landesliste der Linken erneut ins Plenum einziehen. SPD-Kreisvorsitzender Jacob Beuchel konnte nicht zweigleisig fahren und geht im Wettkampf der Einzelkandidaten mit 6,8 Prozent schon fast unter. Für die Bündnisgrünen bleibt die Altmark ein schwieriges Feld, Hella Ueberschaer schafft 3,4 Prozent. Jim Christiansen-Weniger von der FDP fährt 4,4 Prozent ein und Norbert Poley (die Basis) 1,1 Prozent.

Die CDU bleibt im Wahlkreis stärkste Partei und liegt damit auf Landeslinie, genauso wie die AfD mit ihrem Rang zwei. Die Freien Wähler holen auf Platz drei einen größeren Anteil an Zweitstimmen als im Land insgesamt.

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