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Ein Lächeln ist der schönste Dank

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Ein rumänisches Baby im Kinderwagen, der vor einigen Wochen noch im Lager des Osterburger Verwaltungsgebäudes aufbewahrt wurde und zuvor herrenlos auf einem Supermarkt-Parkplatz stand.
Ein rumänisches Baby im Kinderwagen, der vor einigen Wochen noch im Lager des Osterburger Verwaltungsgebäudes aufbewahrt wurde und zuvor herrenlos auf einem Supermarkt-Parkplatz stand.

Düsedau/Brasov.

Kinder, die von ihren Eltern nicht richtig versorgt werden können, Familien ohne ein vernünftiges Zuhause und der Mangel an einfachsten Dingen – als Marianne Albrecht-Magerl ein Infoblatt vom Kindernest im Rumänischen Brasov in die Hand bekam, war ihr klar: „Ich möchte helfen. “ Die Düsedauerin fing an Spenden zu sammeln und sah vor einigen Wochen ein Bild in der Altmark-Zeitung mit Gegenständen des Fundbüros, die zur Versteigerung standen.

Und genau diese Dinge werden im Kindernest, das von Deutschen ehrenamtlich betrieben sowie unterstützt wird, besonders gebraucht. Die Idee, für den guten Zweck in Osterburg mitzubieten, war geboren. Und so wurden ein Kinderwagen sowie mehrere Fahrräder aus dem Depot der Einheitsgemeinde nicht nur ans Tageslicht, sondern in eine neue Zukunft gebracht. Hinzu kamen weitere Spenden. Mit Sack und Pack schloss sich Marianne Albrecht-Magerl einem Hilfskonvoi der Heiligenfelderin Jeanette Preuß sowie anderen Mitstreitern aus der Altmark und Sachsen-Anhalt an. Sie erhielt damit die nötige logistische Unterstützung.

Gemeinsam ging es nach Rumänien. „Für so viel Armut findet man kaum Worte“, beschrieb die Düsedauerin nach ihrer Rückkehr die Tatsache, dass es etlichen Rumänen an so ziemlich allem mangelt. Der große Bedarf reicht von stabilen Häusern über Bildung für alle Kinder bis hin zu alltäglichen Dingen wie Süßigkeiten und Waschmittel.

Das Kindernest versucht die Armut ein wenig zu lindern und hat zum Beispiel eine Familie aufgenommen, die nach einem Brand Angehörige sowie Hab und Gut verloren hat. „Wir wurden mit großer Dankbarkeit empfangen. Die Augen der Kinder sowie Erwachsenen haben richtig geleuchtet“, erzählte Marianne Albrecht-Magerl von ihren Erlebnissen.

Besondere Freude herrschte über den Kinderwagen aus Osterburg, der händeringend gebraucht wurde. Denn in der Einrichtung werden auch zwei Babys umsorgt. Unterstützung bieten zudem die vielen Fahrräder, die in der ländlichen Region als wichtiges Verkehrsmittel dienen. „Die sehr herzlichen Menschen konnten kaum das Ausladen abwarten“, erzählt die Düsedauerin. Für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in Rumänien versuchen Grundlagen zu schaffen, ist Lächeln der schönste Dank.

Viel Unterstützung gab es aus der Osterburger Region. So haben nicht nur Privatpersonen, sondern auch Geschäftsleute gespendet. Somit konnten die Rumänen mit etlichen Dingen wie zum Beispiel auch Waschmittel und leckeren Überraschungen versorgt werden. Besonders für die Jungs waren Angeln die Favoriten. Wie in Deutschland ist diese Leidenschaft auch in Rumänien sehr beliebt. „Für die große Hilfe möchte ich an alle Spender ein Dankeschön richten“, so Marianne Albrecht-Magerl, die mit anderen Helfern weiter an einem Strang zieht und bereits für weitere wichtige Hilfsaktionen sammelt. Wer mithelfen möchte, kann sich an die Düsedauerin wenden. Marianne Albrecht-Magerl ist unter Telefon (03937) 2 52 90 oder auch per E-Mail, m.albrecht-1949@gmx.de zu erreichen.

Von Christian Ziems

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