Kleinkunstbühne hat schwierige Monate hinter sich

Kulturjahr endete mit italienischer Nacht

„Milonga Sentimentel“ - ein kleines Ensemble das mit einem berührenden Konzert die Zuhörer überzeugen konnte und nicht zum ersten Mal in Osterburg auftrat. Fotos (2): Schmarsow

Osterburg. Mit der Weihnachts-Veranstaltung verabschiedete sich der Verein Kleinkunstbühne für dieses Jahr gebührend von seinem Publikum.

Der Vereinsvorsitzender Dieter Preuß blickte am Sonnabend zurück: „Wir haben mit Erfolg das Jahr hinter uns gebracht, obgleich mit großen Schwierigkeiten, es war nicht einfach, den Verein am Leben zu erhalten. Doch Dank OST-Bau, Dr. Johannes Hille, Dr. Volkmar Schröter, Dr. Tiberius Parosanu und anderen Persönlichkeiten war es uns möglich, solche attraktiven Veranstaltungen wie die heutige zu moderaten Preisen anzubieten. “.

Im Saal des Restaurants „Zum Kanzler“ war wieder einmal das italienische Ensemble „Milonga Sentimentel“ zu Gast. Andres Grandoni (Knopfkonzertakkordeon), Miguel Prado (Violine) und Malena Grandoni (Gesang) versprachen „Una Notte Italiana“, eine italienische Nacht mit lebensfreudiger italienischer Musik klassischen Stils. Das hieß vor allem Lieder, Kavatinen, Opernarien, Ouvertüren als Instrumentalstücke und mit Gesang – kurz ein Ausflug in das Barock.

Dazu zählten Paganinis „Glöckchen“, Kavatinen aus Rossinis „Der Barbier von Sevilla“, eine Tarantella und die Ouvertüre zur „Diebischen Elster“. „Rossini sei ein lebenslustiger Mann wie alle Italiener gewesen“, verriet Malena Grandoni: „Er soll in seinem ganzen Leben nur dreimal geweint haben. Hinzu kamen das Concerto grosso d-Moll von Vivaldi und viele andere Musikstücke wie die venezianische Volksweise „Karneval in Venedig“, basierend auf der Melodie „Mein Hut, der hat drei Ecken“ steigerten die Begeisterung des Publikums, die letztlich, nach der bekannten Tarantella „funiculi, funicula“ in einer stehenden Ovation endete. Und alle Musikstücke, so Malena Gardoni, seinen von ihrem Mann für ihr Ensemble bearbeitet worden.

Auch in diesem Jahr wurde mit einer Tradition nicht gebrochen. Es gab wie immer in der letzten Jahresveranstaltung eine Nusstombola. Der erste Preis wurde vom Verein gestiftet: Ein Jahresabonnement für zwei Personen für die Kleinkunstbühne. Es gab noch eine Reihe weiterer Sachpreise, wie ein Bild mit einer Wischelandschaft vom Meseberger Maler Günter Lüder, Leuchter, Badetücher, Kosmetika, Honig, Wein, sogar Silvesterraketen, gestiftet von Geschäftsleuten und Privatpersonen. Ein besonderes Dankeschön, verbunden mit einem Geschenk, überreichte Dieter Preuß dem Wirt Erwin Lewin: „Ohne seine Unterstützung wäre manche Veranstaltung nicht möglich gewesen.“ Das Geschenk erwies sich als, wie Preuß sagte, „bibliophile Kostbarkeit“ – Literatur über Fürst Otto von Bismarck.

Von Frank Schmarsow

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