Osterburgs Ortschef Gose sieht Entwicklung kritisch / Linden-Sporthalle lässt Wünsche offen

Kulturhaus-Abriss schmerzt noch

+
Das Osterburger Kulturhaus war in der DDR ein wichtiger Anlaufpunkt für alle, die Abwechslung und Unterhaltung suchten. Der Komplex ist nach der politischen Wende abgerissen worden.

Osterburg. „Reden wir doch nicht drum herum: Dass das Kulturhaus abgerissen wurde, ist einfach höchst bedauerlich. Wahrscheinlich vermissen es sogar alle Osterburger und nicht nur jene, die es selbst noch besucht haben und sich daran erinnern können.

Ein solches Gebäude fehlt uns nun schlichtweg“, meint Klaus-Peter Gose (CDU) im AZ-Gespräch. Wenn der Ortsbürgermeister an die Zukunft des August-Hilliges-Platzes denkt, erinnert er sich auch an den dort nach der politischen Wende verloren gegangenen Komplex. Die Biesestadt könne einen Ort für größere Veranstaltungen gut gebrauchen, doch der ist nicht in Sicht. Zudem fällt voraussichtlich auch der Saal in der Ernst-Thälmann-Straße 10 weg, wenn es zukünftig tatsächlich nur noch einen Verwaltungssitz geben sollte und nicht mehr zwei.

„Die Linden-Sporthalle mit einem Anbau zu versehen, hätte den Verlust des Kulturhauses erträglicher gemacht.“ Doch das sei nun einmal versäumt worden. „Leider, wie wir auch heute alle bedauernd feststellen müssen.“ Eine wirklich breite Nutzung des Gebäudes im Sinne einer echten Mehrzweckhalle sei daher schwierig. Ein Anbau hätte nicht zuletzt etliche Toiletten und die Essenversorgung für die Besucher aufnehmen können. Finden größere Veranstaltungen statt, müssen in der Regel Toilettenwagen oder andere sanitäre Lösungen aufgestellt werden. Die Lokusse in der Halle reichen nicht aus.

Den August-Hilliges-Platz zukunftsträchtig zu gestalten, dafür will sich der Ortschef gemeinsam mit den anderen Kommunalpolitikern auch die nächsten Monate einsetzen und hofft, dass das Fördergeld bald fließt und die Arbeiten beginnen können. Noch gibt es vom Land kein grünes Licht (die AZ berichtete). Mit dem Aufhübschen des Platzes soll nicht zuletzt auch die Stadtpassage, die den Platz des einstigen Kulturhauses einnimmt, eine neue Perspektive bekommen. Auch wenn das Kulturhaus fehlt, sei das Areal doch ein wichtiger zentraler Bereich der Stadt.

Von Marco Hertzfeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare