„Dieser Sport ist Zusammenhalt“

Krumke: Junge Voltigierer stellen sich beim Turnier für Einsteiger vor

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Frances Moldenhauer und Viviana Mehl (r.) mit San Zero. Mit dem Wallach tranieren die Mädchen in der Reithalle.

Krumke – Es war viel los am Wochenende in der Reitsporthalle von Krumke bei Osterburg: 200 Teilnehmer aus fünf Bundesländern sind beim Voltigieren aktiv gewesen.

Der Wettbewerb des Reit-, Fahr- und Tourismusvereins Krumke war für Einsteiger gedacht, die noch nicht regelmäßig in den Profi-Klassen vertreten sind. Mit dabei waren auch zwei Jugendliche, die in Krumke regelmäßig trainieren. Die AZ hat die beiden jungen Damen begleitet.

Wer auf dem Rücken eines Pferdes turnen will, der benötige vor allem eines: „Zeit, alles braucht Zeit. Jeder fängt klein an“, sagt Frances Moldenhauer aus Rengerslage. „Ich bin 13 und habe 2011 begonnen. Man kann auch früher starten, aber auch später. Man kommt trotzdem immer irgendwie rein.“

Einige Zuschauer sahen sich das Voltigierturnier des Reit-, Fahr- und Tourismusvereins Krumke an.

Und ihre Team-Kollegin Viviana Mehl aus Osterburg, Jahrgang 2004, ergänzt: „Es gibt ja verschiedene Leistungsklassen und im Junior-Bereich kann man nur bis 18 Jahre mitmachen. Aber im Senior-Bereich kann man eigentlich so lange dabei bleiben, wie man will. Aber ich finde, ab einem bestimmten Alter ist es nicht mehr so praktisch“, sagt sie mit einem Lachen. Und fügt hinzu: „30 ist ja auch schon ganz schön alt.“

Die Füße in der Luft, die Hände fest am Sattel -– eigentlich stellt man sich das Reiten auf einem Huftier doch eher anders herum vor. Aber genau das macht das Voltigieren, das akrobatische Turnen auf dem Pferd, aus. Frances Moldenhauer ist bereits seit sieben Jahren aktiv. „Meiner Meinung nach ist es ein schönes Hobby. Es macht Spaß mit den Pferden zu arbeiten und schon das Putzen allein – dadurch bekommt man ja Nähe zu dem Tier. Also wir machen als Team und einzeln dreimal die Woche dreieinhalb Stunden das Akrobatische auf dem Pferd.“

Ebenfalls so intensiv trainiert auch Viviana Mehl aus Osterburg. Sie hat 2010 im Alter von sechs Jahren mit dem Voltigieren begonnen. „Für mich macht der Sport auch das Team aus, dieser Zusammenhalt. Und auch die Arbeit mit dem Pferd. Das Pferd von unserem Team heißt San Zero, wir nennen ihn aber auch Mopsi. Eigentlich sind das eher Muskeln, aber er ist halt etwas breiter gebaut als unsere anderen Pferde.“

Der braune Wallach ist 14 Jahre alt und steht gut im Training. Doch das Tier mit der Eigenschaft des „sehr schönen Galopp“ ist nicht das einzige Deutsche Sportpferd in der Arena. Frances ist zudem oft auf dem Rücken von Morpheus, geboren im Jahr 2012, sportlich aktiv und beschreibt die Herausforderung bei einem Wettkampf.

„Man ist halt alleine, erst hat man die Pflicht. Da hat man bestimmte Übungen, die man turnen muss. Es gibt keine Zeitbegrenzung Danach ist die Kür, da turnt man selbstgewählte Elemente in einer Minute zu bestimmter Musik oder einem bestimmten Thema. Ich hab vom Dschungelbuch die Musik ausgesucht.“

VON ALEXANDER KLOS

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