Melkerstraße frühestens 2015 sanierbar / Stadt hofft auf Fördergeld / Landkreispläne für 2014

„Könnte dann vielleicht klappen“

Die Melkerstraße in Osterburg gehört zu den größten Buckelpisten in der Einheitsgemeinde. Die Strecke steht bereits seit einigen Jahre auf der Wunschliste der kommunalen Straßenbauer. Mit Fördergeld scheint die Sanierung für 2015 möglich. Foto: Hertzfeld

Osterburg. Der Landkreis Stendal plant für dieses Jahr neben dem Hochwasser-Paket drei große Projekte. Die Einheitsgemeinde Osterburg geht dabei leer aus. Immerhin: Die erneuerte Düsedauer Straße in Erxleben, eine Kreisstraße, ist im Dezember übergeben worden.

Die Kommune selbst hofft für die nächsten Jahre auf die Sanierung dreier bedeutender Pisten, für die sie die Verantwortung trägt. Die Melkerstraße könnte 2015 für 850 000 Euro erneuert werden und nicht, wie einige Zeit angenommen und erhofft, schon dieses Jahr. „Für 2015 hat die Straße Priorität 8 und nicht mehr die 10 wie noch in diesem Jahr. Das könnte dann vielleicht klappen“, meint Thomas Müller, der Leiter des Sachgebietes Straßenbau beim Landkreis. Die Ernst-Thälmann-Straße soll 2016 saniert werden, die Bahnhofstraße 2017. Kosten für diese gemeindlichen Vorhaben: insgesamt fast 1,4 Millionen Euro.

Es fließen in erheblichem Maße Fördergelder. Die Osterburger Projekte stehen neben denen von Landkreis und anderen Gemeinden in einer Prioritätenliste, die der Kreistag für alle jedes Jahr fortschreibt. Ob ein Vorhaben über das sogenannte Entflechtungsgesetz tatsächlich verwirklicht werden kann, hängt maßgeblich davon ab, wie gut der Fördertopf letztendlich gefüllt ist. Die Einheitsgemeinde Osterburg erarbeitet auch selbst eine Prioritätenliste möglicher Investitionen. Ihre drei Straßenbauvorhaben ordnen sich bislang mit jeweils 30 von 42 möglichen Punkten im vorderen Feld ein. Ob das so bleibt, ist noch nicht ganz sicher. Der Entwurf wird momentan in den Gremien diskutiert.

Zu den drei großen Landkreis-Projekten: Die von Spurrillen durchzogene Kreisstraße 1075 nahe dem Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA) bei Arneburg soll in einem ersten Abschnitt erneuert werden. Kostenpunkt: 530 000 Euro. Die Ortsdurchfahrt des Elbdorfes Buch in der Nähe von Tangermünde steht mit 636 000 Euro auf der Agenda. Für das dritte Bauvorhaben geht es wieder mehr in den Norden: Die marode Brücke in Wendemark (Verbandsgemeinde Seehausen), Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, soll durch eine neue Konstruktion ersetzt werden. 365 000 Euro sind dafür einkalkuliert. Während die ersten beiden Projekte so gut wie sicher realisiert werden, könnte der Brückenbau aus Finanzierungsgründen aufgeschoben werden. Auch der Landkreis ist bei allen Vorhaben auf Fördergeld angewiesen. Ist der Kreis-Haushalt unter Dach und Fach, können die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden. „Die Maßnahmen beginnen aller Voraussicht nach im Herbst“, sagt Müller im Gespräch mit der AZ.

Der Landkreis wird seinen Brückenbau bei Falkenberg wahrscheinlich im Mai, Juni vollenden, wenn denn das Wetter einigermaßen mitspielt. Kosten für die Restarbeiten: 50 000 Euro. Eine weitere altersschwache Brücke bei Lichterfelde soll 2015 für 365 000 Euro ersetzt werden. In diesem Jahr beginnen die Planungen. Kosten: 25 000 Euro. Geplant werden 2014 auch die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Goldbeck. 2015 will der Landkreis dort eine halbe Million Euro investieren. Ab 2016/17 könnte sich der Landkreis dann den maroden Dobbruner Brücken widmen.

Das landkreisliche Paket zur Beseitigung der Hochwasserschäden umfasst vor allem Vorhaben auf der ostelbischen Seite und im Süden der Ostaltmark (die AZ berichtete). Dort haben die Wassermassen im vergangenen Jahr so richtig gewütet. Fast 14 Millionen Euro sollen in den nächsten drei Jahren in den Neubau von Straßen und Brücke fließen. So wird beispielsweise die beschädigte Tangerbrücke zwischen Demker und Weißewarte, Einheitsgemeinde Tangerhütte, für 1,8 Millionen Euro ersetzt (die AZ berichtete).

Von Marco Hertzfeld

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