24. Festveranstaltung am Sonnabend

Königsmarker feiern ihr Dorf erstmalig mit eigener Fahne

Florian und Franziska Krause brachten einige Kinder des Ortes zum Festplatz, gefolgt von einem Feuerwehr-Lkw, aus dem Marschmusik tönte.

xp Königsmark. Er hielt eine Neue fest mit beiden Händen, nicht seine, aber die des Ortes: Fred Stoller hatte die ehrenvolle Aufgabe, ein Fahnenjunge zu sein und das brandneue Textil am edlen Hartholzstab samt goldener Spitz des Ortes Königsmark zu halten.

Denn am Sonnabend wurde sie zum 24. Königsmarker Dorffest geweiht. Zum ersten Mal in der fast neun Jahrhunderte währenden Geschichte des Ortes konnte eine Flagge nun präsentiert werden.

Die Initiative hatte Rainer Moser ergriffen. Er erinnert sich an die Entstehung: "Anfang der 1990er Jahre wurde erst einmal ein Wappen entworfen." Dieses ist auf der einen Meter 20 mal 50 Zentimeter großen Flagge zum einen zu sehen. "Dieses Wappen besteht aus einem Rest derer zu Königsmark", beschreibt Moser die adelige Herkunft. "Drei Spitzen in Rot auf Silber ist dort zu sehen. Und links daneben haben wir drei Lilien, die die Ortsteile darstellen, auf grün-weißem Grund, umfranselt mit Gold an einem Stiel aus Edelholz mit einer Lanzenspitze - also, das sieht wirklich richtig gut aus." Der Ort habe sich so eine Fahne geleistet - unterstützt von zahlreichen Sponsoren. Damit soll das Traditionsbewusstsein dargestellt werden. Aber auch der Zusammenhalt der Dörfer Königsmark, Rengerslage, Wolterslage und Wasmerslage soll damit symbolisch mit Stolz gezeigt werden. "Wir sind ein Dorf", betonte Moser im Gespräch mit der AZ.

Mit Stolz gehören sie zusammen, die Ortsteile Königsmark, Rengerslage, Wasmerslage und Wolterslage. Dies und die Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurde beim Umzug demonstriert.

Diesen Gedanken trieb Nico Schulz, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Osterburg, noch weiter. Diese Fahne sei auch ein Stück Verpflichtung gegenüber der Region. Sie möge Orientierung, Zugehörigkeit und Zusammenhalt zeigen. "Wer weg zieht, begeht Fahnenflucht", sagte er im Scherze und blickte mit Freude über die vielen Besucher. Diese waren aus den genannten Ortsteilen gekommen, leben beispielsweise in dem Diakonie-Wohnheim von Königsmark, pflegen Freundschaft auf Basis der gemeinsamen Feuerwehrtradition - Gäste aus dem brandenburgischen Treuenbrietzen waren mit eigener Fahne angereist - oder sind als Handwerker, Kindergärtnerinnen oder Landwirte den Orten treu.

Punkt 13 Uhr ertönte die Sirene der Feuerwehr in Königsmark und setzte den Umzug in Gange, welcher vom Kindergarten Fahrt aufnahm und letztendlich an den Buden auf dem Festplatz ankam, wo Musiker Sebastian Socha aus Stendal zur Fahnenweihe Trompete spielte, Gäste begrüßt und treue Budenbetreiber geehrt wurden.

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