Osterburgs Kommunalpolitiker favorisieren Umbau des Verwaltungsgebäudes

Kindersegen lässt Hort platzen

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Osterburgs Kommunalpolitiker favorisieren den Umbau des Verwaltungsgebäudes zum Hort. Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose ist hingegen für einen Neubau.

Osterburg. Einen größeren Hort benötigt die Hansestadt Osterburg. Grund dafür ist der positive Trend bei der Entwicklung der Kinderzahlen. Die Geburtenrate sei leicht ansteigend, freut sich Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (CDU).

Aufgrund der demografischen Entwicklung sei davon auszugehen, dass auch künftig immer mehr Eltern in einem Arbeitsverhältnis stehen und auf eine Ganztagsbetreuung ihrer Kinder angewiesen sein werden, mutmaßt der christdemokratische Kommunalpolitiker.

Derzeit sieht es so aus, dass der Hort am Grundschulstandort in Osterburg an seine Grenzen stößt. Seit Januar 2017 werden Hortkinder in der Außenstelle des Hortes an der Grundschule in der „Anne-Frank“-Schule betreut. Die in Stendal ansässige Borghardt-Stiftung wird zwar eine neue Kindereinrichtung am biesestädtischen Otto-Nuschke-Weg bauen (die AZ berichtete), aber ohne Hortplätze. Laut einer Analyse ist davon auszugehen, dass in der Kernstadt künftig 200 Kinder vom Schuleintritt bis 14 Jahre zu betreuen sind. Am Grundschulstandort ist das aufgrund der räumlichen Kapazitäten nicht möglich. Und die „Anne-Frank“-Schule ist im Besitz des Landkreises.

Schulz favorisiert einen zentralen Standort. Ein Architekturbüro untersuchte zwei Varianten – Um- und Neubau. Letzterer könnte zwischen Thälmann-Straße und Hainstraße erfolgen, wo sich noch ein Parkplatz und der mit großen Bäumen gesäumte Hain befinden. Die Kosten würden sich auf über 2,3 Millionen Euro belaufen. Derzeit deutet alles daraufhin, das der Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes an der Thälmann-Straße realisiert wird. Dafür hat sich der Ortschaftsrat bereits ausgesprochen und auch der Bau- und Wirtschaftsförderungsausschuss in dieser Woche. Räume werden dabei zu einem Gemeinschaftsraum zusammengefasst. Zudem wird auf Barrierefreiheit geachtet. Die Investitionskosten sind etwas geringer als beim Neubau.

Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose spricht sich gegenüber der AZ für den Neubau aus. „Neu ist neu“, meint der Parteifreund von Schulz. Er denkt, dass der Neubau schneller umgesetzt und genutzt werden könne. Denn die Verwaltungsmitarbeiter an der Thälmann-Straße können erst in Rathausnähe umziehen, wenn dort die Bauarbeiten zur Erweiterung des Verwaltungssitzes abgeschlossen sind. „Und das kann noch dauern“, so Gose.

Von Thomas Westermann

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