Außenanlagen folgen

Kinder können wieder aufatmen: Schulumbau in Flessau soll bis Oktober fertig werden

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Für Flessaus Grundschule gibt es eine Frischekur. Mehr als 2,6 Millionen Euro wurden für das Projekt veranschlagt.

Flessau – Seit fast eineinhalb Jahren wird in Flessaus Grundschule gebaut. Für die Mädchen und Jungen, welche die Bildungseinrichtung besuchen, heißt dies, so manche Baumaßnahme mit Krach oder Staub zu ertragen. Bald sollen für die Kinder andere Zeiten kommen.

Momentan werde die Ferienzeit intensiv genutzt, um den Bau voranzutreiben, teilt Osterburgs stellvertretender Bürgermeister Detlef Kränzel auf AZ-Anfrage mit.

Auch Bauamtsleiter Matthias Köberle erklärt, dass die wirklich lärmintensiven Arbeiten bis zum Beginn des neuen Schuljahrs am 15. August abgeschlossen werden sollen. Zusätzliche Arbeiten, welche den Unterricht mit Krach stören könnten, sollen dann auf die Nachmittagsstunden verlegt werden.

Bereits im April wurde der erste Bauschnitt mit dem linken Gebäudeteil und dem Kellergeschoss abgeschlossen.

Auch der anfallende Staub soll den Grundschülern nun nichts mehr ausmachen. Köberle informiert weiter, dass die Bildungseinrichtung inzwischen über Staubschutztüren verfügen würde. Diese seien bereits im Mai eingebaut worden, nachdem sich Elternkuratioriumsvorsitzende Dorit Schröder Mitte des Wonnemonats an den Stadtrat gewandt hat (AZ berichtete). Damals kritisierte Schröder, dass wegen der starken Staubentwicklung sogar die Rauchmelder abgestellt worden seien. Einheitsgemeindechef Nico Schulz (CDU) sagte zu, dass an einer Lösung gearbeitet werde. Durch die praktischen Türen mit Magnetverschluss sollen Staub und Schmutz abseits der Grundschüler gehalten werden.

„Es ist eben schwierig, im laufenden Betrieb zu bauen“, weiß Bauamtsleiter Köberle. Die Arbeiten an der Bildungseinrichtung gehören zu den Großprojekten der Einheitsgemeinde.

Für den Umbau der Schule, die Sanierung der Sporthalle und den Neubau eines Mehrgenerationenraums wurden rund 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Ausreichen würde diese Summe nach aktuellem Stand allerdings nicht, erklärt Kränzel im Gespräch mit der AZ am Mittwoch: „Momentan sind wir bei 2,82 Millionen Euro“, weiß er genaue Zahlen nach einer Baubesprechung. Der Löwenanteil von 2,3 Millionen Euro wird über das Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes abgedeckt. Für den Rest muss die Einheitsgemeinde selbst aufkommen. Eine schuleigene Küche konnte aus Kostengründen vorerst nicht verwirklicht werden. Zuletzt hatte Stadtchef Nico Schulz bekannt gegeben, dass „Planung und Abstimmung für eine neue Schulküche“ laufen würden (AZ berichtete).

Inzwischen befindet sich das Großprojekt in der Osterburger Ortschaft auf der Zielgeraden. Wie der stellvertretende Bürgermeister mitteilen kann, sollen Modernisierung und Schulumbau im Oktober zu Ende gebracht werden. Die Außenanlagen sollen bis zum Jahresende folgen und den Schülern ausreichend Platz und Gelegenheit zum Toben und Spielen auf dem Gelände bieten. Aufgrund des sehr aufwendigen Antragsverfahrens für die Fördermittel habe sich der ursprüngliche Termin zur Festigstellung um fast ein Jahr nach hinten verschoben. Die veranschlagte Bauzeit, so Kränzel, habe allerdings eingehalten werden können.

VON LAURA KÜHN

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