Olita-Förderer glaubt nicht an Besucheransturm bei möglichen Landesliteraturtagen in Osterburg

„Keine Erfolgsgeschichte per se“

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Für Leseratten erträgt Prof. Kaschade auch die Enge zwischen den Regalen. Der einstige Gründungsrektor der Hochschule in Magdeburg und Stendal sowie frühere Chef des BIC-Gründerzentrums hat ein Büchernetzwerk gestrickt und fördert zudem die Olita.

Osterburg. „Ich wünsche den Initiatoren natürlich nur das Beste, doch allzu viele Leute wird so eine Großveranstaltung wahrscheinlich nicht ansprechen. “ Prof. Hans-Jürgen Kaschade hat erst jetzt von Osterburgs Bewerbung um die Landesliteraturtage 2016 erfahren.

Der Wahl-Stendaler kann die Ambitionen der Biesestädter durchaus nachvollziehen. Seine Stiftung unterstützt bereits seit einiger Zeit die kleineren alljährlichen Osterburger Literaturtage (Olita). „Wenn etwas im Kleinen einigermaßen gut gelingt, glaubt man schnell, es eine Nummer größer noch besser hinzubekommen. “ Doch: Selbst wenn das Programm glückt, die Anteile an Kunst und Kultur sich wirklich sehen lassen können und es einen ganz besonderen Stargast, ein Zugpferd, gebe, bliebe es schwierig. Kurzum: „Es kann keine Erfolgsgeschichte per se sein. “.

Politik und Verwaltung rechnen sich durchaus Chancen auf den Zuschlag aus. Der Stadtrat hat einer Bewerbung bereits grünes Licht gegeben. Das Konzept muss bis August eingereicht sein. Die Stadt- und Kreisbibliothek treibt die Bewerbung voran.

Von Marco Hertzfeld

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