Kein leichter Entschluss

Stadtrat entscheidet über Dauerthema Krumker Straße/ Seehäuser Straße

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Am kommenden Donnerstag wird im Stadtrat die Entscheidung fallen, ob an der Ecke Seehäuser Straße / Krumker Straße eine Einmündung oder ein Kreisverkehr entstehen wird.

Osterburg. Einmündung oder Minikreisel? Diese Frage steht im Zentrum der Debatte um die Ausführung des Verkehrsknotenpunktes an der Seehäuser Straße / Krumker Straße.

In den einzelnen Fachausschüssen der Stadt wurde hier zum Teil kontrovers diskutiert, so auch am Mittwoch im Hauptausschuss. Am kommenden Donnerstag, 21. Juni, wird der Stadtrat in seiner Sitzung einen finalen Beschluss fällen.

„Eigentlich sollte die Entscheidung schon im März fallen, doch damals wurde entschieden, die Kosten noch einmal genauer aufzuschlüsseln, sagt Osterburgs Bauamtsleiter Matthias Köberle. Die Kosten waren auch in der Hauptausschusssitzung ein wichtiges Thema. Mit knapper Mehrheit von vier Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen bei einer Enthaltung stimmte der Hauptausschuss für die Lösung als Einmündung. Nicht zuletzt weil diese die kostengünstigere Variante ist. Der Minikreisel würde 658 000 Euro kosten und die Einmündung 595 000 Euro.

Enttäuscht von dem Abstimmungsergebnis zeigte sich Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose: „Der Ortschaftsrat hat sich einstimmig für den Minikreisel entschieden. Dass der Hauptausschuss in so einem Fall eine gegenteilige Meinung hat, ist meines Wissens ein Novum.“ Bürgermeister Nico Schulz machte daraufhin deutlich, dass die finale Entscheidung beim Stadtrat läge und man dort ja noch einmal auf das klare Votum im Ortschaftsrat hinweisen könnte.

Im Bauausschuss fiel das Votum ebenfalls nicht eindeutig aus. Er hat mit 3:2 Stimmen für den Minikreisel gestimmt. „Aus meiner Sicht sprechen Sicherheitsaspekte für den Minikreisel. Auch ist es so, dass der Kreisel ein höheres Verkehrsaufkommen bewältigen kann, als die Einmündung“, erklärt Bauamtsleiter Köberle.

Noch ist nicht klar, aus welchen Fördertöpfen die Stadt für den Bau Geld bekommt. Ein entsprechendes Förderprogramm für Straßen läuft im kommenden Jahr aus, es gibt aber bereits Signale, dass es verlängert wird. Bis das Bauprojekt letzten Endes in Angriff genommen wird, werden aufgrund der nötigen Vorplanungen noch zwei bis drei Jahre ins Land gehen, sodass sich die tatsächlichen Kosten noch ändern können, da niemand vorhersagen kann, wo die Preise in zwei Jahren liegen.

Von Tobias Henke

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