Kavaliershaus Krumke: Weiterhin Kaufinteresse

Ein neuer Pächter für das Kavaliershaus konnten 2009 gefunden werden. Der Verkauf des Westteils gestaltet sich schwierig.

mit Krumke. Die Mitglieder des Fördervereins „Schloss Krumke“ zogen jüngst Bilanz über das vergangene Jahr. Im Mittelpunkt stand dabei das Kavaliershaus, für dessen Westteil es weiterhin einen Kaufinteressenten gibt. Der Kaufvertrag ist allerdings noch lange nicht unter Dach und Fach.

Auf ein Jahr voller Höhen und Tiefen konnte der Vorsitzende des Fördervereines „Schloss Krumke“, Michael Bilang, während der jüngsten Jahreshauptversammlung zurückblicken. Eine Berg- und Talfahrt hatte auch der Mitgliederstand gemacht. Nach einem sprunghaften Anstieg auf 97 Mitglieder Anfang 2009 – zehn davon waren auf ein Jahr befristet – hat der Verein durch Kündigung und Tod derzeit 81 Mitglieder.

Die Veranstaltungen des Fördervereins stieß auf positive Resonanz. Zum Rhododendronblütenfest fanden sich rund 600 Besucher im Schlosspark ein und auch der Tag des offenen Denkmals erwies sich als Publikumsmagnet. Ein weiterer Höhepunkt war der Nikolausmarkt der Hansestadt Osterburg, an dem sich der Verein beteiligte.

Probleme gab es derweil mit dem Kavaliershaus Krumke. Im April hatte die Management GmbH des Landessportbundes um eine kurzfristige Aufhebung des bestehenden Pachtvertrages gebeten. Auf eine regionale Interessenabfrage hatte sich schließlich nur ein einziger Bewerber gemeldet, mit dem zum 1. August ein Pachtvertrag abgeschlossen wurde. Im Winter aufgetretene Unregelmäßigkeiten bei der Pachtzahlung konnten behoben werden. „Die eingenommene Pacht wird ausnahmslos zur Tilgung des bestehenden Kredits sowie zum Begleichen der Versicherungsbeiträge der Hausversicherung genutzt“, informierte Bilang. Zusätzliche Kosten kamen jedoch durch Wartungsarbeiten an der Dachrinne sowie Instandsetzungen im Innenbereich auf den Verein zu.

Im November war schließlich ein Kaufinteressent für den westlichen Teil des Kavaliershauses an den Förderverein herangetreten. Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember wurde daraufhin der Beschluss gefasst, dass der Westteil grundsätzlich veräußert werden kann. Doch das stellte sich als gar nicht so einfach dar. Nach Schwierigkeiten durch die Rückerstattung von Fördermitteln und die Grundbucheintragung wurden auch der vom Verein vorgeschlagene Optionskaufvertrag nicht unterzeichnet. „Gegenwärtig besteht aber immer noch ein Kaufinteresse“, so Bilang. In diesem Zusammenhang wurde das anvisierte Projekt im Rahmen der Leader-Förderung auf das Jahr 2011 verschoben.

Der Vereinsvorsitzende blickte mit Zuversicht in die Zukunft. Die restaurierte Figurengruppe „Zephyr und Flora“ soll schon bald wieder im Krumker Park aufgestellt werden. Für die kommenden Veranstaltungen stehen bereits die Planungen.

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