Anwohner und Stadtrat David Elsholz sieht Maßnahme kritisch

Kameras für den Osterburger Hilliges-Platz

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David Elsholz (rechts) hier bei der feierlichen Einweihung einer Gedenktafel für August-Huchel auf dem gleichnamigen Platz, ist gegen Videokameras auf dem Areal.

Osterburg – Es ist beschlossene Sache, dass der August-Hilliges-Platz videoüberwacht wird. Hierfür sollen für ein Jahr lang fünf Kameras installiert werden, die nicht gekauft, sondern geleast werden.

Nach einem Jahr sollen die Maßnahmen dann evaluiert werden, um dann zu entscheiden, wie es weitergehen woll.

Stadtrat David Elsholz (Bündnis 90/ Grüne) ist gegen die Installierung der Kameras. Er wohnt am Hilliges-Platz und hält Videoüberwachung nicht für zielführend, um die dort herrschenden Probleme mit Vandalismus un Ruhestörungen in den Griff zu bekommen. „Schwerpunkt sind die Sommermonate, dann sammeln sich die Jugendlichen dort so zwischen 22 und 23 Uhr, danach ist Ruhe und zwischen zwei und drei Uhr Nachts wird dort teilweise laute Musik gespielt und auch Böller gezündet“. Außerdem würden regelmäßig Mülltonnen umgetreten.

Auch wenn ihm bewusst sei, dass das Personal bei der Polizei knapp bemessen sei, wünscht sich der Kommunalpolitiker eine verstärkte Ansprache durch Polizisten und das Ordnungsamt. „Wenn die Jugendlichen wissen, dass man sie ständig im Blick hat und regelmäßig anspricht, bewirkt das meiner Meinug nach mehr, als wenn man Kameras installiert“

Ein weiterer Aspekt, der aus Sicht des Grünenpolitikers gegen die Installierung von Kameras spricht, ist, dass er glaubt, dass es anschließend zu einer Verdrängung komme. „Auch am Bahnhof gibt es regelmäßig Vandalismus, aber der liegt halt etwas versteckt im Stadtgebiet“. Auch die Schwiegermutterbrücke nennt er als Beispiel, weil eine aufgestellte Sitzecke dort mehrfach beschädigt wurde.

Außerdem lehnt er die Kameras auch aus persönlichen Gründen ab. „Sollen die Kameras auch tagsüber an sein, wenn ich dort mit meinen Kindern lang gehe?. Ich möchte nicht pausenlos gefilmt werden. Elsholz spricht von „Langeweile-Vandalismus“, wenn er an die kleine Gruppe Jugendlichen denkt, die in Osterburg regelmäßig randaliert. Es sei wünschenswert, dass man darüber nachdenke, aktiv auf die Jugendlichen zuzugehen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Elsholz glaubt, dass man das Problem entschärfen könnte, wenn genügend Freizeitmöglichkeiten in Osterburg vorhanden wären.

VON TOBIAS HENKE

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