Die Jagd unter der Erde

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Insgesamt waren es sieben Füchse, zwei Nutria, ein Marderhund und ein Waschbär, die am Abend die Strecke ausmachten. 36 Jäger waren mit ihren Hunden zur Baujagd nach Königsmark gekommen.

jg Königsmark. Die Baujagd ist eine der wichtigsten Jagdmethoden für die Jagd auf den Fuchs. Gerade in Zeiten steigender Fuchsbesätze gewinnt diese Jagdmethode an Bedeutung.

Revierübergreifende Baujagden, die einst vor Jahren von Achim Brenz aus Gardelegen und Jan Blaue aus Zerbst ins Leben gerufen wurden, finden inzwischen auch im Hegering Königsmark statt. Spontan, so Helge Reichstein, hatte sich der Hegering Königsmark für die Bejagung des Fuchses entschieden und inzwischen kommen die Waidmänner schon seit acht Jahren nach Königsmark, um dort Meister Reinecke nachzustellen. In der Regel waren es in den vergangenen Jahren Strecken mit 15 bis 25 Füchsen, die dann am Abend gelegt wurden. Ganz so erfolgreich verlief es in diesem Jahr nicht. 60 Waidmänner hatten zugesagt, glatte Straßen verhinderten aber am Ende, dass Hamburger oder Frankfurter die weite Reise in Kauf nahmen. Und so waren es am Ende noch 36 Jäger, die sich an der diesjährigen Jagd beteiligten. Gut 30 Hunde hatten sie dabei, und auch aus Rathenow war wieder Oliver Peipe mit seinem Steinadler gekommen.

Lang anhaltende Schneefälle und dann das starke Tauwetter sorgten allerdings dafür, dass die meisten Fuchsbauten unter Wasser standen, der Fuchs dort also gar nicht angetroffen wurde, wertete Helge Reichstein die Jagd aus. In den Gebieten um Königsmark, Krusemark, Wolterslage, Calberwisch, Flessau/Storbeck, Iden-Dorf und Dobbrun waren die Jäger unterwegs. Am Ende konnten sie eine Strecke mit sieben Füchsen, zwei Nutria, einem Marderhund und einem Waschbären legen.

Neben den erfahrenen Hunden waren auch einige Jüngere dabei, die erst einmal vorsichtig an die Baujagd heran geführt werden müssen. Dazu wurden auch Verbandsrichter aus ganz Deutschland begrüßt, die prüften, ob die angesprochenen Hunde sich für diese Art zu jagen eignen. Von vier Hunden schaffte einer die Prüfung: „Kantor von Baalsen“ brachte seinem Besitzer Helmuth Mell aus dem Landkreis Güstrow alle Ehren ein, und nach dem Verblasen der Strecke bekam der Hundebesitzer als Preis von Helge Reichstein eine Fuchsfalle überreicht.

Ganz ohne Blessuren ging die Jagd auch nicht ab. Zwei Hunde mussten vom Tierarzt behandelt werden. In Iden und Osterburg hatten zwei Tierärzte Bereitschaft, die auch diese Jagd mit absicherten. Blessuren gab es also schon, aber jeder Hundeführer konnte am Ende seinen Hund auch wieder mit nach Hause nehmen.

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